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Lokales Russen entdecken Dresden wieder als Urlaubsziel
Dresden Lokales Russen entdecken Dresden wieder als Urlaubsziel
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15:13 09.01.2018
Passanten beim Shoppen. Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

Urlaub in der Landeshauptstadt wird für Russen wieder attraktiver. Erstmals seit September 2014 steigen die Besuchs- und Übernachtungszahlen russischer Gäste in Dresden wieder. Zwischen Januar und Oktober 2017 registrierte die Stadt rund 20  600 Ankünfte und 37 500 Übernachtungen. Schon jetzt ein Plus von 52,5 beziehungsweise 31,3 Prozent zum gesamten Vorjahr. „Das Reiseziel Dresden ist für Besucher aus Russland besonders attraktiv, weil es den kulturellen Geschmack trifft und gute Shoppingmöglichkeiten bietet“, sagt Karla Kallauch, Sprecherin der Dresden Marketing GmbH (DMG). Die Museen und Dresdens Handel haben sich bereits seit einiger Zeit auf russische Gäste eingestellt und bieten spezielle Angebote in der Landessprache wie Audioguides und Wegeleitsysteme.

Zwischen dem Jolka-Fest am 31. Dezember und dem orthodoxen Weihnachtsfest am 7. Januar besuchen traditionsgemäß viele Russen die Landeshauptstadt. „Das Wachstum aus Russland stimmt uns zuversichtlich, dass viele russische Gäste auch ihre freien Tage am Anfang des neuen Jahres dazu nutzen, Dresden einen Besuch abzustatten“, sagt DMG-Geschäftsführer Kai Schulz. Auch der Einzelhandel registriert eine steigende Anzahl an russischen Touristen. „Seit Mitte des letzten Jahres kommen wieder mehr russische Gäste zum Shoppen in die Altmarkt Galerie“, so Center-Managerin Nadine Strauß. An den russischen Feiertagen in der ersten Januarwoche seien zwar russische Urlauber zum Einkaufen gekommen, aber richtig zufrieden zeigt sich die Altmarkt Galerie-Managerin im Hinblick auf den vergangenen Winter nicht. „Wir haben bei weitem noch nicht das Niveau aus den Jahren 2012 und 2013 erreicht“, erklärt Strauß. Ehe vor vier Jahren die Rubelkurse in Russland stark fielen, war Dresden in den russischen Winterferien eine beliebtes Ziel zum Shoppen und Sightseeing.

Die Dresden Marketing GmbH managt die Landeshauptstadt als Marke – seit Jahren auch in Russland. Von Januar bis Oktober 2017 bildeten russische Gäste mit einem Plus von 31,3 Prozent die am stärksten wachsende Besuchsgruppe, gefolgt von China mit einem Zuwachs von 20,6 Prozent und polnischen Besuchern mit einem Mehranteil von 16,6 Prozent. Die meisten Übernachtungsgäste kamen 2017, wie auch schon im Vorjahr, aus der Ferne. „An der Spitze von Dresdens übernachtungsstärksten Auslandsmärkten liegen die USA, gefolgt von der Schweiz und Österreich“, berichtet Kallauch. Im Hinblick auf die neue Direktflugverbindung von St. Petersburg nach Dresden ab dem Frühling hofft sie weiterhin auf viele russische Besucher.

Von Tomke Giedigkeit

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