Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+
Roland Kaiser als Magnet für den Dresdner Tourismus

Bilanz für 2016 Roland Kaiser als Magnet für den Dresdner Tourismus

Aufatmen in der Tourismusbranche: Die Bilanz für 2016 ist solide. Es kamen etwas mehr Gäste nach Dresden als 2015. Weil die Besucher im Schnitt nur zwei Tage blieben, ist die Zahl der Übernachtungen leicht gesunken. Im deutschlandweiten Vergleich bleibt Dresden auf Platz sieben.

Zur Kaisermania sind die Dresdner Hotels voll

Quelle: Dietrich Flechtner (Archiv)

Dresden. Aufatmen in der Tourismusbranche: Die Bilanz für 2016 ist solide. Es kamen etwas mehr Gäste nach Dresden als 2015. Weil die Besucher im Schnitt nur zwei Tage blieben, ist die Zahl der Übernachtungen leicht gesunken. Im deutschlandweiten Vergleich bleibt Dresden auf Platz sieben.

Hat der Tourismus den Pegida-Knick überwunden?

„Pegida hat einen Imageschaden verursacht. Den wieder loszuwerden, ist eine große Herausforderung“, sagt Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). „Wir können stolz auf das Erreichte sein. Die Rahmenbedingungen waren und sind schwierig“, erklärte Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Der Pegida-Effekt wirke vor allem innerhalb von Deutschland. Die Zahl der von Besuchern aus dem Inland gebuchten Übernachtungen sei um 0,9 Prozent gesunken. Ausländische Gäste buchten 0,5 Prozent weniger Übernachtungen als 2015. Dresden ist noch nicht über den Berg und müsse Weltoffenheit und Toleranz regelmäßig unter Beweis stellen. Das temporäre Kunstwerk „Monument“ auf dem Neumarkt habe die Stadt bundesweit und international ins Gespräch gebracht, so Klepsch. „Der Marketingeffekt ist nicht zu unterschätzen.“

Welche Faktoren beeinflussen den Tourismus?

Für ausländische Gäste, besonders aus den USA und Asien, ist die Sicherheitslage enorm wichtig. Der Brexit hat die Reisen für Briten nach Europa um ein Drittel verteuert. Die Schweizer haben mit ihrer starken Währung dagegen viele Vorteile, wenn sie nach Deutschland reisen. Flugverbindungen wie nach Amsterdam oder in die Schweiz Der Inland-Tourismus lebt von Reise-Anlässen. „Wir haben nach Live-Übertragungen der Kaisermania bei den Filmnächten am Elbufer verstärkte telefonische Anfragen“, erklärte Lars Knüpfer, Geschäftsführer der Dresden Information. „Zur Kaisermania und zum Stadtfest haben wir Vollauslastung“, bestätigt Corinne Miseer, Verkaufsdirektorin des Swiss Hotel am Neumarkt. „Wir brauchen sportliche und kulturelle Höhepunkte und viele Kongresse.“

Wie sortiert sich Dresden im deutschlandweiten Vergleich ein?

Es gibt drei Städte in den Top Ten, die ein Minus vor dem Komma haben: München mit – 0,1 Prozent, Köln mit – 3,5 Prozent und Dresden. Hannover liegt bei Null, die anderen sechs Metropolen sind im Plus. Am Deutlichsten Nürnberg mit 6,8 Prozent und Hamburg mit 5,5 Prozent. Köln leidet immer noch unter den Nachwirkungen des Jahreswechsels 2015/2016, in München hat der Amoklauf vom Juli 2016 einen Einbruch gebracht.

Worauf gründen die Hoffnungen für dieses Jahr?

Die bevorstehende Eröffnung des Kulturpalastes mit einem Konzertsaal der Extraklasse soll Musikliebhaber aus aller Welt nach Dresden ziehen. Die Musikfestspiele feiern 40-jähriges Jubiläum, zu „500 Jahre Reformation“ sind Austellungen der Staatlichen Kunstsammlungen, Konzerte und eine große Feier zum Reformationstag auf dem Neumarkt geplant. Im August gibt es die Dresdner „Harley-Days“ – „Dafür haben wir etliche Buchungsanfragen“, erklärte Miseer. Dresden hat den Zuschlag für mehrere Großkongresse erhalten. Zur Frühjahrstagung der Physikalischen Gesellschaft im März kommen 5700 Besucher, Ende August sind 4000 Teilnehmer an der Europäischen Konferenz der Molekularelktronik avisiert. Zur Jahrestagung der Gesellschaft für Urologie im September werden 8000 Gäste erwartet.

Wie bewertet der Tourismusverband Dresden die Jahresbilanz?

Kein Grund zur Entwarnung, sagt Vorsitzender Johannes Lohmeyer. „Bereits 2015 lagen die Übernachtungszahlen auf einem unbefriedigenden Niveau. Ohne den Tag der Deutschen Einheit und das gut frequentierte vierte Adventswochenende wäre das Ergebnis von 2015 deutlich verfehlt worden. „Dresden leidet insbesondere an der desaströsen Bettensteuer und dem chronisch unterfinanzierten Stadtmarketing. Die derzeitige Stadtratsmehrheit ruiniert hier sehenden Auges Arbeitsplätze und Existenzen“, so Lohmeyer.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
09.12.2017 - 16:59 Uhr

Die Schwarz-Gelben können einen weiteren Sieg verbuchen, gewinnen bei Union Berlin. Wir haben nach dem Abpfiff Stimmen der Beteiligten gesammelt.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.