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Lokales Robotron-Kantine soll stehen bleiben
Dresden Lokales Robotron-Kantine soll stehen bleiben
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18:15 13.01.2017
Soll in letzter Sekunde gerettet werden: die Robotron-Kantine. Quelle: Foto: Archiv
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Dresden.

Die früheren Robotron-Gebäude Atrium I und Rechenzentrum am Georgplatz sind bereits abgerissen, auch die ehemalige Robotron-Kantine steht auf der Abrissliste. Doch eine Mehrheit im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau will das Gebäude in allerletzter Sekunde retten. Der Ausschuss schickte jetzt den Bebauungsplan für das Wohnungsgebiet „Lingner-Altstadtgarten“ in die Warteschleife. Vor einem Beschluss sollen sich noch einmal der Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft sowie der Kulturausschuss mit der Materie befassen.

Die Kasseler Unternehmensgruppe Immovation AG will auf dem Areal bis 2025 bis zu 3000 Wohnungen errichten, Baustart soll noch dieses Jahr sein. Weil es noch offene Fragen mit dem Grundstücksnachbarn Deutsches Hygiene-Museum beispielsweise über Schleppkurven für große Lastkraftwagen gibt, soll der Umweltausschuss den Bebauungsplan unter die Lupe nehmen. Der Kulturausschuss soll sich dagegen mit einem interfraktionellen Antrag von Linken, Grünen und SPD auseinandersetzen, die Kantine unter Denkmalschutz zu stellen.

„Wir halten das Gebäude für wertvoll und schutzwürdig. Es ist ein Symbol der DDR-Architektur“, erklärte Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Stadtentwicklung und Bau bei den Grünen. Er räumt ein, dass die Situation schwierig ist. „Der Abriss ist genehmigt und wir haben keinen Nutzer für das Gebäude“, erklärte er. Dennoch sei zu prüfen, ob ein Erhalt möglich sei. Im gleichen Atemzug soll auch das große Robotron-Gebäude an der St.-Petersburger-Straße unter Denkmalschutz gestellt werden. Hier gibt es keine Abrisspläne.

CDU-Stadtrat Veit Böhm, Mitglied im Bauausschuss, sieht die Pläne mit der Kantine kritisch. „Die Abrissgenehmigung liegt seit 14 Monaten vor. Der Investor hat den Auftrag vergeben. Es ist nicht nachzuvollziehen, in diesem Stadium auf die Bremse treten zu wollen, zumal der Abriss des Kantinengebäudes Gegenstand aller weitergehenden Planungen ist.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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