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Robotron-Kantine soll Wissenschaftszentrum werden

Neuer Vorschlag Robotron-Kantine soll Wissenschaftszentrum werden

Wie weiter mit der Robotron-Kantine am Hygiene-Museum? Abreißen und auf der gewonnenen Grünfläche Bäume pflanzen. Viele Dresdner würden dem Profanbau keine Träne nachweinen. Doch nun gibt es einen neuen Vorschlag: Die Robotron-Kantine soll zum Wissenschafts-Begegnungszentrum werden.

Wie weiter mit der Robotron-Kantine am Hygiene-Museum?

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Wie weiter mit der Robotron-Kantine am Hygiene-Museum? Abreißen und auf der gewonnenen Grünfläche Bäume pflanzen. Viele Dresdner würden dem Profanbau keine Träne nachweinen. „Einspruch!“, rufen die Initiative „Industrie.Kultur.Ost“, das Netzwerk „ostmodern“, das Branchennetzwerk der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft „Wir gestalten Dresden“ und mehrere Professuren der Technischen Universität. Die Robotron-Kantine soll zum Wissenschafts-Begegnungszentrum werden – in Neudeutsch zum „Future Research Lab“.

In einem ersten Schritt haben die Initiativen ein Raumkonzept für die Nutzung der Robotron-Kantine vorgelegt. Fünf Raumformate sollen in dem Gebäude etabliert werden. Mit einer Zukunfts-Galerie (Future Gallery) könnte die umfangreiche Dresdner Wissenschaftslandschaft ins Schaufenster gestellt werden. „Hier kann die Bevölkerung genau wie Wirtschaftspartner und Touristen Arbeitsstände aus Dresdner Forschung und Entwicklung tagesaktuell erleben und diskutieren“, heißt es in dem Konzept. Ein Aushängeschild unseres Verständnisses von der Zukunft nur zehn Gehminuten von der Frauenkirche entfernt könnte entstehen.

In Wissenschafts-Studios (Science Studios) könnten Forschungspartner aus verschiedenen Einrichtungen auf neutralem Boden zusammenkommen und Projekte bearbeiten. Die Studios könnten für eine gewisse Zeit angemietet werden und den Wissenschaftlern exzellente Bedingungen bieten. Die Verbindung von Jungunternehmen (Startup Connector) ist der dritte Baustein des Konzepts. In diesem können Jungunternehmer und Forscher in Kontakt treten und versuchen, wissenschaftliche Resultate in funktionierende Geschäftsmodelle zu transferieren.

Das „lebendige Labor“ (Living Lab) soll ein Ort des Austauschs sein, in dem Experten aus der Forschung, Visionäre aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, Unternehmensgründer und Endnutzer in Austausch treten, so das Konzept. Im „Erkundungs-Zentrum“ (Exploration Hub) schließlich sollen Demonstrationsobjekte und Prototypen hergestellt werden, um die Arbeitsstände der Forscher zu verdeutlichen. Dank hoher Decken könnten Maschinen und Anlagen dafür problemlos eingebaut werden.

Ziel der Initiatoren ist es, einen überschlägigen Finanzplan für die Verwirklichung des Konzeptes zu erarbeiten. Die Zeit drängt: Sollte dem Stadtrat kein tragfähiges Konzept für das Gebäude vorgelegt werden, dann droht der Abriss. Die Abrissgenehmigung liegt bereits vor.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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