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Lokales Riesenbohrer will zwölf Meter tief in die Festung Dresden eindringen
Dresden Lokales Riesenbohrer will zwölf Meter tief in die Festung Dresden eindringen
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13:28 12.02.2017
Ein 400-Tonnen-Mobilkran hat am Freitag ein 20 Tonnen schweres Bohrgerät vom Georg-Treu-Platz auf das Terrassenplateau gehoben.  Quelle: Peter Weckbrodt
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Dresden

 Das hat die Brühlsche Terrasse noch nicht erlebt, was sich als sehenswertes Schauspiel am Freitagmorgen den Spaziergängern bot: Ein von der Firma Kranlogistik bereitgestellter 400-Tonnen-Mobilkran hob ein riesiges 20 Tonnen schweres Bohrgerät der Dresdner IBS GmbH vom Georg-Treu-Platz auf das Terrassenplateau. In den nächsten Tagen sollen das Bohrgerät insgesamt 16 Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern bis zu einer Tiefe von 12 Meter in die darunter befindliche, noch immer gut erhaltene Festung Dresden einbringen. „Wir rechnen damit, täglich bis zu zwei Bohrungen einbringen und die Bohrarbeiten bis zum 22. Februar abschließen zu können“, gibt sich der örtliche Bauleiter Mike Rösner von der Radeburger Fuhrmann Bau Gmbh optimistisch.

In diese Bohrungen werden 30 Zentimeter-Doppel T-Stahlverbauträger eingelassen. Sie bilden die Grundkonstruktion für die nachfolgende Spritzbetonausfachung der Wände eines Technikbauwerkes, das vom Auftraggeber Sächsisches Immobilien- und Baumanagement als Technikkubus bezeichnet wird. Dieser Kubus wird hochwassersicher, von außen unsichtbar, platziert. In ihm werden Toilettenräume und die Nebenräume für die im Festungsmuseum zu installierende Medientechnik untergebracht.

Die Arbeiten sind Bestandteil des Gesamtvorhabens der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, die Festung Dresden in den nächsten zwei Jahren zu einem Publikumsmagnet zu gestalten. Ziel ist es, die Festung als multimediales Erlebnis völlig neu aufzustellen. Damit verbunden sind präventive Maßnahmen des Hochwasserschutzes. Die Kosten für das Vorhaben betragen 2,2 Millionen Euro, davon 1,2 Millionen Euro für den Technikbereich. Bereits Anfang Februar hatte man in dem Bereich der Baustelle nach Munition gefahndet und dafür sechs Meter tiefe Bohrungen vorgenommen. Das Areal erwies sich als frei von Bombenblindgängern.

Von Peter Weckbrodt

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