Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Riesenansturm auf das iPhone 6 in Dresden – auf langes Warten folgen lange Gesichter
Dresden Lokales Riesenansturm auf das iPhone 6 in Dresden – auf langes Warten folgen lange Gesichter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:43 09.09.2015
Bereits 8.30 Uhr meldete Apple "ausverkauft". Quelle: Stephan Lohse
Anzeige

[gallery:500-3794657280001-DNN] Dresden. Der Apple-Store in der Dresdner Altmakt-Galerie hat am Freitagmorgen einen Riesenansturm erlebt. Über 1000 Menschen hatten teils seit zwei Tagen auf das neue

iPhone 6

gewartet. Glück hatten allerdings nur wenige: Bereits 30 Minuten nach Ladenöffnung schickte Apple einen Großteil der Wartenden nach Hause. Wer sein neues Telefon nicht vorab reserviert hatte, war meist chancenlos.

Die ersten Käufer standen schon am Mittwoch vor dem Laden. „Wir haben gefeiert, getanzt und auch gestritten“, erzählt der 21 Jahre alte Salah N. aus Berlin. Er und viele viele Verwandte standen in der Schlange ganz vorn. Rund 80 Personen umfasste die aus Palästina stammende Großfamilie, erzählt Salah nicht ganz ohne Stolz. Jeder von ihnen hatte Geld für zwei Telefone dabei. Für wen die Handys dann bestimmt sind, wollten er und seine Cousins allerdings nicht verraten. „Die kann man doch gar nicht verkaufen“, schmunzelt einer aus der Gruppe.

Die Schlangen zogen sich drinnen durch das halbe Einkaufszentrum - draußen standen da aber noch viel mehr Menschen. Quelle: Stephan Lohse
„Wie unter Tieren“ sei es zugegangen, meinte Arek, der in der Schlange kurz dahinter stand. Auch der 28 Jahre alte Pole sei extra für das iPhone nach Dresden gekommen. Er war „erst“ am Donnerstagabend angereist und berichtete von einigen Tumulten in der Nacht. Mit harten Bandagen hätten einige Leute versucht, sich Plätze ganz vorn zu sichern. Er selbst erklärt seine 200-Kilometer-Anreise mit der Qualität des Telefons und dem zeitigen Verkaufsstart in Deutschland. In Polen stehe noch nicht einmal fest, ab wann es das iPhone geben wird.

Nach den Streitereien in der Nacht blieb es am Morgen ruhig. Bereits um 6 Uhr öffnete die Altmarkt-Galerie die Türen, Apple öffnete bereits 8 Uhr. Und wer es einmal nach drin geschafft hatte, dem ging es gut. Abgezäunte Schlangen sorgten für Ordnung, die Wartenden wurden mit Wasser und Kaffee versorgt. Die Polizei war trotzdem mit einem Großaufgebot im Einsatz. Vor allem vor der Tür zum Einkaufszentrum hatten die Beamten alle Hände voll zu tun, die Menge in Zaum zu halten.

Die Dresdner Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Quelle: Stephan Lohse
Unter den Wartenden waren die Dresdner eindeutig in der Minderheit. Viele kamen aus Tschechien und Polen, der 28 Jahre alte Eugen sogar aus der Ukraine. Mit Freunden hatte er eine Rundreise durch Polen, Tschechien und Sachsen gemacht, erzählt er. Die letzte Nacht des Urlaubs hätten sie jetzt vor den Türen der Altmarkt-Galerie verbracht, leider ohne Erfolg. Es hätte sich gelohnt, berichtet Eugen. Denn während das neue Iphone hier für 700 Euro zu haben ist, müssen Ukrainer bis zu 1000 Euro mehr dafür ausgeben.

Bereits 8.30 Uhr meldete Apple "ausverkauft". Quelle: Stephan Lohse

Andere hatten mehr Glück, so wie Krystian aus Lodz. Der Blogger hatte sich sein Gerät reservieren lassen und stand zudem in der Schlange weit vorn. Zum einen wolle er sein neues iPhone schnellstmöglich haben, berichtet er, zum anderen wolle er das Gerät auch schnellstmöglich in seinem Blog vorstellen. Zudem würden ihn Veranstaltungen wie diese reizen. „Es ist doch ein Event“, freute er sich.

Stephan Lohse

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dresdner Baukunst und Münchner Braukunst haben tatsächlich rechtzeitig vor Beginn des 181. Oktoberfestes am heutigen Sonnabend zusammengefunden - im neuen Wiesn-Zelt von Siegfried Able (50).

09.09.2015

Man muss kein Mönch sein, gelbes Tuch tragen und in völliger Askese leben. Buddhismus lässt sich auch lebensnah, angepasst an die deutsche Kultur praktizieren.

09.09.2015

Die Dresdner Modedesign-Studentin Ariane Königshof erhält einen Architekturpreis. Grund dafür ist das Material ihrer Mode. Die 23-Jährige steckt ihre Models in Outfits aus Beton.

09.09.2015
Anzeige