Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Restaurierung auf Altem Jüdischen Friedhof in Dresden
Dresden Lokales Restaurierung auf Altem Jüdischen Friedhof in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:09 26.09.2016
Torsten Schulze restaurierte 20 laufende Meter dieser schmiedeeisernen Begrenzungen an Grabanlagen auf dem Alten Jüdischen Friedhof. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Torsten Schulze, Inhaber einer Bauklempnerei und Kupferschmiede, hat auf dem Alten Jüdischen Friedhof in der Neustadt an drei Grabanlagen die Geländer restauriert. „Die Jüdische Gemeinde war mit diesem Wunsch an mich herangetreten und es war für mich eine Selbstverständlichkeit, mich darum zu kümmern.“ Dem Handwerker ist es ein Anliegen, dass die Grabstellen, von denen viele in einem schlechten Zustand sind, gepflegt werden. Der Alte Jüdische Friedhof hat eine lange Geschichte. Er wurde im 18. Jahrhundert von August dem Starken an die Juden übergeben, für die der nächstgelegene Friedhof damals in Teplice war. Im Austausch erhielt August der Starke dafür finanzielle Unterstützung für seinen Wahlkampf für die Königswahl in Polen.

Bis 1900 war der Alte Jüdische Friedhof in Betrieb. Der neue entstand in der Friedrichstadt. Auf diesem wurden während des Zweiten Weltkriegs viele Gräber geschändet. Dem alten hingegen wurde nicht viel Beachtung geschenkt, viele Gräber verwahrlosten mit der Zeit.

Die restaurierten Grabstellen sind 130 bis 150 Jahre alt. Schulze stellte über einen Zeitraum von einem dreiviertel Jahr rund 20 Meter der alten Metallumrandungen wieder her. „Für die folgenden Generationen sollten immer mal wieder Grabstellen restauriert werden“, wünscht er sich. „Es wäre schade, wenn ein solch geschichtsträchtiger Ort verfällt.“

Von Gerrit Menk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Landeshauptstadt Dresden bleibt in diesem Jahr wahrscheinlich auf mindestens 14,4 Millionen Euro Kosten für die Betreuung von Asylbewerbern sitzen. Das geht aus einer aktuellen Prognose der Stadtverwaltung hervor.

26.09.2016

Am 1. Oktober beginnen die zentralen Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit in Dresden. Um die Veranstaltung sicherer zu machen, lässt der Freistatt seit Freitag Betonblöcke am Königsufer verlegen. Die rund zwei Tonnen schweren Steine sollen nach dem Anschlag in Nizza Ähnliches in der Landeshauptstadt verhindern.

25.09.2016

Der Stadtpräsident von Breslau (Wroclaw), Rafal Dutkiewicz, ist mit dem Erich-Kästner-Preis des Dresdner Presseclubs ausgezeichnet worden. Er bekomme ihn für sein „vielfältiges Engagement für ein friedvolles und kulturvolles Europa“ sowie die Verdienste um die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Breslau.

25.09.2016