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Lokales Reparatur der Dresdner Eishalle auf Eis gelegt - veranschlagte 900.000 Euro reichen nicht aus
Dresden Lokales Reparatur der Dresdner Eishalle auf Eis gelegt - veranschlagte 900.000 Euro reichen nicht aus
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18:34 09.09.2015
Für jede Überraschung bereit zeigte sich am Montag die Dresdner Stadtverwaltung. Quasi in der letzten Minute zog sie im Finanzausschuss die Vorlage zur Finanzierung der Reparaturen am Dach der EnergieVerbund-Arena zurück. Quelle: Stephan Lohse
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Die Sanierung der Halle, die derzeit nur durch ein provisorisch repariertes Dach abgedeckt ist, rückt damit in unbestimmte Ferne. „Die Vorlage musste kurzfristig von der Tagesordnung genommen werden. Es laufen derzeit noch Gespräche mit Planern“, sagte Sven Mania, Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebs. „Es zeichnet sich ab, dass die veranschlagten Kosten von 900.000 Euro nicht ausreichen.“ Heißt konkret: Die Reparaturen werden teurer als gedacht.

Nach DNN-Informationen sollen die Kosten sogar beträchtlich größer sein, als die ursprünglich veranschlagte knappe Million Euro. Weil kein Konzept zur Finanzierung steht, werde jetzt geprüft, woher das Geld kommen könnte. Ursprünglich sollte die Sanierung mit den nicht verbrauchten Eigenmitteln des Sportstätten- und Bäderbetriebs aus dem Konjunkturprogramm II sowie aus vorhandenen Eigenmitteln für Instandsetzungsarbeiten gedeckt werden.

Wann eine Entscheidung fallen wird, war am Montag noch unklar. Fest steht: „Die Entscheidung hat Auswirkungen auf den geplanten dringenden Bauablauf“, sagte Mania. Spätestens bis Juli müsse die Sanierung beginnen, damit sie noch vor der kalten Jahreszeit abgeschlossen ist. Um den Prozess zu beschleunigen, werde derzeit über eine Sondersitzung nachgedacht.

Kritik kam von FDP-Stadträtin Barbara Lässig. „Die Kosten waren von Anfang an falsch berechnet. Warum fallen die Mehrkosten erst jetzt auf?“, fragte Lässig. „Der Sportausschuss hatte die Vorlage bereits durchgewunken.“ Verwundert gab sich Lässig auch darüber, dass die 100.000 Euro Schadenersatz, den der Verein Dresdner Eislöwen gefordert hatte, nicht mit auf der Vorlage vermerkt wurde. „Dies sind fiskalisch zwei völlig unterschiedliche Angelegenheiten“, konterte Mania. Die Schadensersatzforderungen werde derzeit bearbeitet. Nach DNN-Informationen liegen jedoch vom Verein noch keine vollständigen Unterlagen vor.

Am 15. Februar war Wasser durch das Dach in die Dresdner Eis- und Ballsporthalle eingedrungen. Für 150.000 Euro verlegte die Stadt ein provisorisches Notdach. Nur so gelang es, weiteren Schaden von den Eislöwen abzuwenden, die zwischenzeitlich die Halle nicht nutzen konnten.

Katrin Tominski

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