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Lokales Rene Förster möchte die Ostdeutschen Cocktailmeisterschaften gewinnen
Dresden Lokales Rene Förster möchte die Ostdeutschen Cocktailmeisterschaften gewinnen
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15:12 15.04.2016
Bei den Ostdeutschen Meisterschaften im Parkhotel Dresden treten die besten Barkeeper aus allen mitteldeutschen Bundesländern gegeneinander an – darunter auch Rene Förster. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

„Die Twist-Bar könnte auch in Berlin, London oder Paris zu finden sein“ – mit diesen Worten schloss das branchenführende „Mixology-Magazin“ kürzlich einen Artikel über die Twist-Bar im Dresdner Inside Hotel ab. Für Barchef und Cocktailexperte Rene Förster ist es das Resultat und die Anerkennung seiner langjährigen Arbeit. „Ich bin sehr stolz. Anscheinend haben wir alles richtig gemacht“, erzählt der 35-Jährige.

Seit fast sieben Jahren leitet er die elegante Bar in der sechsten Etage des Nobelhotels auf der Salzgasse. Die Lounge, die einen wunderschönen Blick auf die Kuppel der Frauenkirche garantiert, entwickelte sich in den letzten Jahren zunehmend zum Geheimtipp und ist in der sogenannten „High-Season“
zwischen Oktober und Februar regelmäßig ausgebucht. Barchef Rene Förster gehört mittlerweile zu den besten seiner Zunft und nahm in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich an unzähligen nationalen und internationalen Wettbewerben teil.

Doch eine Rechnung hat der passionierte Barkeeper noch offen: bei der Ostdeutschen Cocktailmeisterschaft kam er bisher noch nicht über einen vierten Platz hinaus. Deshalb blieb ihm bis jetzt auch die Chance verwehrt, um den Titel des Deutschen Cocktailmeisters zu kämpfen. „Meine letzte Teilnahme war 2008. Seither habe ich mich auf viele andere Wettbewerbe konzentriert“, so Förster. Am kommenden Montag ergreift er nun erneut die Chance, sich mit einem Platz unter den besten drei Teilnehmern für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren.

Bei den Ostdeutschen Meisterschaften im Parkhotel Dresden treten die besten Barkeeper aus allen mitteldeutschen Bundesländern gegeneinander an. Gefordert wird ein selbst kreierter Cocktail, von dem fünf Exemplare in sechs Minuten zubereitet werden müssen. Der erfahrene Barchef des Twist weiß mittlerweile auch genau, worauf es dabei ankommt. „Der Cocktail muss auf jeden Fall praktikabel sein. Ein sehr ausgefallener Drink, der unter echten Bedingungen in Bars nicht zubereitet werden kann, ist für mich fehl am Platz“, so Förster.

Und er geht auch mit gutem Beispiel voran. Ein Großteil der in der Twist-Bar angebotenen Cocktails sind selbst kreierte Variationen des 35-Jährigen, mit denen er in der Vergangenheit etliche Preise abräumte. Dabei hat der passionierte Cocktailexperte nie eine gastronomische Ausbildung genossen. „Ich habe mir alles autodidaktisch beigebracht“, verrät Förster. Während seines Magister-Studiums jobbte er nebenbei regelmäßig als Barkeeper. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mehr arbeite als studiere“, so der Barchef.

Deshalb brach er nach zehn Semestern das Studium ab und widmete sich seiner Leidenschaft als Barkeeper. Der Schock bei seinen Eltern saß tief. „Es war ganz klar eine große Enttäuschung. Aber mittlerweile merke ich, dass ich alles richtig gemacht habe“, erklärt Förster. Doch für seine Passion muss der 35-Jährige auch Opfer bringen. „Bei meinen Arbeitszeiten ist es unglaublich schwierig, soziale Kontakte aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Auch der Schlaf kommt meist zu kurz“, gibt der Barchef zu. Zudem habe er sich mit seiner langjährigen Partnerin dazu entschieden, dass Kinder vorerst kein Thema seien.

Dafür genießt Förster die Vorzüge seines Berufes. Regelmäßig wird er von den großen Spirituosenherstellern an die schönsten Orte der Welt eingeladen. Zuletzt besuchte er die Destillen von Glenfiddich in Schottland und die von Havanna-Club auf Kuba. „Es macht mir auch viel Freude, meinen Gästen wundervolle Abende zu bereiten“, ergänzt der Cocktailexperte. Für die Meisterschaft am Montag hat er sich wieder einen ganz besonderen Mix überlegt.

So soll es laut dem Barchef etwas sein, was aktuelle und internationale Trends berücksichtigt. Er möchte in einem „ganz speziellen“ Gefäß etwas im Stil eines „coffee to go“ zaubern. Eine Zutat verrät der 35-Jährige bereits im Vorfeld: „Ich werde Zitrone verwenden.“ Die Meisterschaften beginnen am Montag ab 13 Uhr im Blauen Salon des Parkhotels auf der Bautzner Landstraße 7. Die Deutsche Barkeeperunion lädt alle interessierten Gäste zum Zuschauen ein. Anschließend gibt es noch eine After-Show-Party mit Live-Band.

Von Sebastian Burkhardt

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