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Lokales Regenbogenflagge vor dem Rathaus soll 150 Euro Strafe kosten
Dresden Lokales Regenbogenflagge vor dem Rathaus soll 150 Euro Strafe kosten
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11:32 30.10.2017
Linksjugend und Jusos hatten zum CSD im Mai vor dem Rathaus die Regenbogenfahne gehisst.  Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

Das Hissen der Regenbogenflagge vor dem Dresdner Rathaus zum Christopher Street Day hat zumindest für einen der Verantwortlichen ein juristisches Nachspiel. Christopher Colditz, damals als Sprecher der Linksjugend mit verantwortlich, teilte nun mit, dass gegen ihn wegen Amtsanmaßung ermittelt werde.

Mit dem Hissen der Flagge habe er den „Anschein einer hoheitlichen Handlung“ erweckt, so die Staatsanwaltschaft. Die Behörde bietet Colditz an, das Verfahren gegen eine Spende von 150 Euro an den Gerede e.V. einzustellen. „Das Geld werde ich spenden, ob ich diese Anklage allerdings widerstandslos hinnehmen werde, überlege ich mir nach Beratung mit meinem Rechtsbeistand“, teilte Colditz mit.

Pünktlich zur CSD-Demo hängt vor dem Dresdner Rathaus eine Regenbogenfahne. Mitglieder der Dresdner Jusos und der Linksjugend enterten am Samstag kurzerhand einen der beiden Fahnenmasten vor der Goldenen Pforte und hissten das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

Die zweite damals Verantwortliche, Juso-Chefin Sophie Koch, hat nach eigenen Angaben bis zum Wochenende kein entsprechendes Schreiben erhalten.

Am Tag der großen CSD-Parade in Dresden hatten Linksjugend und Jusos an einem der damals leeren Fahnenmasten vor dem Dresdner Rathaus eine Regenbogenflagge gehisst. Sie kritisierten damit die Weigerung der Stadtverwaltung, selbst die Regenbogenflagge, das Zeichen der schwul-lesbischen Bewegung aufzuhängen.

Von sl

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