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Lokales Reformationstag: Veranstaltungen zum Gedenken Luthers auf dem Neumarkt
Dresden Lokales Reformationstag: Veranstaltungen zum Gedenken Luthers auf dem Neumarkt
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08:00 08.10.2017
Am 31. Oktober jährt sich die Reformation der christlichen Kirche zum 500. Mal. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Am 31. Oktober jährt sich die Reformation der christlichen Kirche zum 500. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums hat die Regierung einmalig für 2017 einen bundesweiten Feiertag beschlossen. In Dresden wird an diesem Tag den Werken Martin Luthers rund um sein Denkmal am Neumarkt mit zahlreichen Veranstaltungen gedacht. Den Intendanten bedeute die Veranstaltung in Dresden viel, erklärt die Pressesprecherin der Kirche Mira Körlin. Man habe „das Gefühl, dass die Gesellschaft zur Zeit angstbesetzt ist“. Martin Luther jedoch wäre „durch seinen Glauben und die Reformation von seinen Ängsten befreit“ worden und habe „die Gesellschaft verändert“, woran man an diesem Tag erinnern möchte.

Im Fokus soll dabei laut Körlin das „positive Erbe der Reformation“ stehen, zum Beispiel, dass heutzutage jeder die Bibel lesen darf und nicht mehr nur die Elite. Ab 14.30 Uhr werden Musiker rundherum spielen und Chöre singen. Kurz vor der Eröffnung des Bühnenprogramms um 15 Uhr wird ein Tanz-Flashmob veranstaltet, bei dem die Zuschauer zu klassischen Renaissance-Liedern zum Mittanzen aufgefordert werden. Anschließend präsentiert das Innungsbetriebe des Bäckerhandwerks laut Körlin das „ wahrscheinlich größte Reformationsbrot der Welt“, welches „keine Guinessbuch-Weltrekorde“ brechen möchte, aber symbolisch dennoch so genannt wird. Das Brot wird mit einer Kutsche vorgefahren und vom Oberbürgermeister angeschnitten.

Zusätzlich wird ein ökonomischer Gospelchor und ein Interview-Film über Luthers mögliche heutige Ansichten das Publikum unterhalten. Die Idee dahinter ist, dass man nicht nur „daran erinnert, dass die Reformation vor vielen Jahren“ vollzogen wurde, sondern vielmehr „wie sie sich auf das heutige Leben der evangelischen Christen auswirkt“, erklärt Körlin. Vor Ort zu Gast sind unter Anderem junge Christen der Nord-Süd-Initiative aus Indien und Papua-Neuguinea und ein Bischof aus Simbabwe, die über den gelebten evangelischen Glauben in ihrer Heimat sprechen werden. Den Veranstaltern war es zudem wichtig, auch katholische Gäste einzuladen, denn „evangelische Christen haben nicht die alleinige Deutungshoheit“, teilt Körlin mit. Man könne auch „von anderen Konfessionen etwas lernen“.

Als weitere Aktionen gibt es die Themenzelte „Muße und Musik“, „Leben, lieben, hoffen“, „Hilfe von nebenan“, „Im Glauben wachsen“ und „Fair.änderung pflanzen“. Dort können Besucher beispielsweise Instrumente testen, Riesenjenga spielen und etwas hineingravieren, Informationen über das Nachtcafé einholen oder sich über kirchliche Umweltschutz-Projekte informieren, wie etwa Fahrräder, durch deren Energieantrieb man eine Kirche beleuchten kann. Insgesamt wolle man laut Körlin den Besuchern allen Alters deutlich machen, dass „die Kirche in euerem Leben da“ sei, von der Geburt bis zum Tod hinweg durch schwere und gute Zeiten.

Von Katharina Jakob

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