Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Rathaus soll Konzept für Ostrale vorlegen
Dresden Lokales Rathaus soll Konzept für Ostrale vorlegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 17.04.2018
2017 fand die vorerst letzte Ostrale in den Futterställen statt. Quelle: Anja Schneider
Anzeige
Dresden

Die Verwaltung muss schnell ein Konzept für die Nutzung von Gebäuden im Ostragehege vorlegen. Das ist das Ergebnis einer von der CDU beantragten Sondersitzung der Ausschüsse für Kultur, für Finanzen und für Wirtschaftsförderung am Dienstagabend. Bereits im November 2016 hatte der Stadtrat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beauftragt, Konzepte zu entwickeln, die der Kunstausstellung Ostrale eine Zukunft im Ostragehege garantieren. Das ist bisher nicht erfolgt, konstatierten die Ausschussmitglieder.

Ende 2017 ist die Nutzungsgenehmigung für die Futterställe, die von der Ostrale als Ausstellungsort genutzt werden, ausgelaufen. Die Ostrale erhielt im März eine Aufforderung zur Räumung, hat aber zwischenzeitlich einen Bauantrag zur Nutzung der Futterställe als Lager gestellt. Dieser wird gegenwärtig von der Stadtverwaltung bearbeitet. Mit einem Bescheid ist bis Juni zu rechnen, hieß es.

Die Futterställe wurden bei den Elbehochwassern 2002 und 2013 beschädigt und müssen brandschutztechnisch und statisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Die städtische Tochtergesellschaft Stesad GmbH hat Sanierungskosten von 13,75 Millionen Euro errechnet. Der Förderverein der Ostrale hat ein eigenes Gutachten vorgelegt, das von Kosten unter zehn Millionen Euro ausgeht, wenn die Funktionalität des gebäudes gewährleistet wird und gewisse Extras weggelassen werden.

Die Messe Dresden wiederum wünscht sich eine Sanierung des seit 1994 leerstehenden „Schweinedoms“, der als Wahrzeichen des Schlachthofs immer mehr verfällt. Die Messe könnte in diesem Gebäude ihre Kongressangebote erweitern und der Ostrale den Schweinedom als Domizil für Ausstellungen anbieten – was die Frage nach der Zukunft der Futterställe nicht beantwortet. Angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel scheint maximal die Sanierung eines Bauwerks möglich, was bei einer Weichenstellung für den Schweinedom heißen würde, dass die Futterställe weiter verfallen würden. Oder sie müssten an einen Investor verkauft werden. Schließlich ist noch eine Variante im Gespräch, die Futterställe mit geringem Aufwand als Lagerfläche für die Messe herzurichten.

Die Ostrale als wichtige Ausstellung zeitgenössischer Kunst soll Dresden erhalten bleiben, hieß es als Fazit der Sondersitzung – gerade vor dem Hintergrund der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025. Die Ausschussmitglieder forderten die Verwaltung auf, verschiedene Sanierungsvarianten vorzulegen und die finanziellen Konsequenzen der einzelnen Überlegungen aufzuzeigen. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) versprach, dieses Votum mit in die Dienstberatung des Oberbürgermeisters zu nehmen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer schon im Vorfeld des traditionellen Palais Sommers ein bisschen Festival-Atmosphäre schnuppern möchte, kann am Donnerstag zum Bürger-Picknick auf den Elbwiesen kommen. Das Palais Sommer-Team wird vor Ort sein und Ideen der Teilnehmer aufnehmen.

17.04.2018

Der “Pflege-Dschungel“ aus Anträgen, Pflegedienstleistern, Pflegegraden und vielem mehr ist für die Betroffenen zunächst meist ein verworrenes Dickicht. Die Verbraucherzentrale möchte am Sonnabend zusammen mit verschiedenen Partnern aus Pflege und Politik Licht ins Dunkel bringen und lädt zu einem Info-Tag in den Kulturpalast.

17.04.2018

Das Lebensmittelüberwachungsamt hat 2017 in etwa 4000 Betrieben mehr als 8000 Kontrollen durchgeführt. In einigen Fällen mussten die Mitarbeiter der Behörde konsequent durchgreifen.

17.04.2018
Anzeige