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Lokales Rathaus bestätigt: Waldschlößchenbrücke erst nach den Ferien fertig
Dresden Lokales Rathaus bestätigt: Waldschlößchenbrücke erst nach den Ferien fertig
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18:01 09.09.2015

Aber Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz hatte bei einem Vorort-Termin von einem zwei- bis dreimonatigen Engpass nach Übergabe der Brücke auf Altstädter Seite wegen des Ausbaus der Borsbergstraße gesprochen. Wer rechnen kann, zog die Monate vom geplanten Fertigstellungstermin November für die Straße in Striesen ab und war bei August oder September für die Übergabe der Waldschlößchenbrücke. Eindeutig nach den Sommerferien.

Am Freitag gab es die offizielle Bestätigung: "Die Brücke wird nicht vor den Sommerferien fertig. Die beginnen ja schon in drei Wochen", erklärte Stadtsprecher Kai Schulz. Bald werde die Stadt auch den genauen Übergabetermin benennen, kündigte Schulz an. Gegenwärtig würden die Bauarbeiter die Fahrbahn asphaltieren.

Das Hochwasser habe den Brückenbau nur minimal verzögert, so Schulz. Während des Starkregens konnte nicht asphaltiert werden, außerdem musste die Baufirma ihre Arbeiter einige Tage von der Baustelle abziehen, um an anderen Grundstücken Hochwasserschutz zu betreiben.

Ob August oder September - die Brücke wird auf jeden Fall mit einer offiziellen Feier eröffnet. Das erklärte jetzt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und erteilte dem Ansinnen der Grünen, auf eine Feier zu verzichten (DNN berichteten), eine Absage. "Selbstverständlich werde ich Vertreter der Unesco zur Eröffnung einladen", heißt es in einem Brief der OB an Grünen-Stadtratsfraktionschef Thomas Löser. "Ich hoffe sehr, dass diese Einladungen auch angenommen werden und damit das Gespräch über das Dresdner Elbtal und seine kulturhistorische Bedeutung neu entstehen kann." Orosz appellierte an Löser, es zu akzeptieren, "dass es zahlreiche Menschen dieser Stadt gibt, die sich über den Tag der Freigabe ehrlich und von Herzen freuen".

Löser entgegnete der OB am Freitag, er halte daran fest, dass eine offizielle Feier mit städtischen Mitteln ein falsches Zeichen an die Dresdner Bürger und überregionalen Unterstützer wäre, die sich für den Erhalt des Welterbes eingesetzt hatten. "Ich bitte Sie, Ihrer Verantwortung für die gesamte Bürgerschaft gerecht zu werden", so Löser.

Thomas Baumann-Hartwig

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.06.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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