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Lokales Raser sorgen 2017 für mehr Bußgeldeinnahmen in Dresden
Dresden Lokales Raser sorgen 2017 für mehr Bußgeldeinnahmen in Dresden
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08:32 08.01.2018
Ein Aufblitzen am Straßenrand zeigt es an, der rasche Blick auf den Tacho verschafft Vergewisserung: Das Auto war zu schnell. Quelle: Manfred Lüttich
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Dresden

Ein Aufblitzen am Straßenrand zeigt es an, der rasche Blick auf den Tacho verschafft Vergewisserung: Das Auto war zu schnell auf Dresdens Straßen gewesen und das ist der Verkehrsüberwachung nicht verborgen geblieben. So weit, so alltäglich in Dresden. Überraschend allerdings: Das Auto, aus dem heraus es geblitzt hat, hat ein Mettmanner Kennzeichen. Überwacht die Verkehrspolizei nicht nur in zivil, sondern auch in Tarnung den Verkehr?

„Nein“, sagt Polizeisprecher Marko Laske. „Nichts läge uns ferner.“ Die Verkehrspolizei setze ja gerade auf Prävention und sähe daher keinen Sinn darin, sich zu verstecken. Vielmehr gehe es den Beamten darum, Autofahrer auf geltende Verkehrsregeln und Tempolimits aufmerksam zu machen.

Also muss das Ordnungsamt verantwortlich sein. Dort reagiert man einigermaßen amüsiert auf Fragen, ob sich der behördliche Vollzugsdienst inzwischen zur Tarnung ortsfremder Wechselkennzeichen bediene oder gar die Verkehrsüberwachung an ein privates Unternehmen übergeben habe. „Die Erklärung ist ganz einfach: die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes hat zur mobilen Geschwindigkeitsmessung im April 2017 ihre mobile Messtechnik erneuert und dazu einen VW Caddy mit zwei Geschwindigkeitsmessanlagen im Einsatz“, heißt es auf DNN-Anfrage. Eine weitere Messanlage befindet sich in einem in Dresden zugelassenen Auto.

Das neue Fahrzeug wurde mitsamt der darin verbauten Messtechnik von der Firma Jenoptik Robot GmbH gemietet, die ihren Sitz nicht in Dresden hat. „Da die Firma das Fahrzeug zugelassen hat, sind entsprechend ortsfremde Kennzeichen daran befestigt“, heißt es weiter. Die Technik bediene aber wie die anderen mobilen Messanlagen auch einer der sechs Messbediensteten des Ordnungsamts, die unterstützt von einem Sachbearbeiter und einem Gruppenleiter im Zweischichtsystem auf Raserjagd gehen. “Unser Hauptaugenmerk liegt bisher eher darauf, mit den Kontrollen für mehr Sicherheit zu sorgen, egal mit welchem Kennzeichen. In diesem Sinne bitten wir alle Fahrzeugführer, lieber öfter auf den Tacho, als auf das Kennzeichen des Blitzer-Autos zu schauen.“

Gleichwohl scheint sich die neue Technik zu lohnen, betrachtet man die bisherigen Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern. Zwar liegen bisher nur Summen für die erste Jahreshälfte 2017 vor, nach denen die mobile Verkehrsüberwachung der Stadt 24 839 Geschwindigkeitsverstöße an rund 850 Messstandorten in Dresden und den zugehörigen Ortschaften registriert hat. Daraus ergeben sich Verwarngelder und Geldbußen in Höhe von rund 465 000 Euro. Vergleicht man diese Summe mit der Vorjahreszahl, deutet sich jedoch ein ordentlicher Einnahmeanstieg an. Im gesamten Jahr 2016 hat die Stadt durch mobile Geschwindigkeitsmessanlagen rund 866 000 Euro eingenommen. Damals wurden 34 229 Raser geblitzt.

Das muss allerdings nicht unbedingt mit dem neuen Blitzerauto ohne Dresdner Kennzeichen zu tun haben. Denn auch die 24 stationären Blitzer der Stadt legen in Sachen Einnahmen zu. 2016 wurden laut Ordnungsamt Geldbußen in Höhe von 1,7 Millionen Euro fällig. Für 2017 verzeichne man dagegen bisher 1,8 Millionen Geldbußen aufgrund von Verstößen, die die stationären Anlagen erfasst haben, hieß es wenige Tage vor Weihnachten.

Von Uwe Hofmann

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