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Lokales Raser in Dresden zahlen drei Millionen Euro
Dresden Lokales Raser in Dresden zahlen drei Millionen Euro
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18:00 18.07.2017
Blitzen im Akkord auf der Waldschlößchenbrücke. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Die 24 stationären Verkehrsüberwachungsanlagen in Dresden – im Volksmund auch Blitzer oder Radarfallen genannt – haben im vergangenen Jahr 1,583 Millionen Euro Einnahmen eingespielt. Das teilte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) jetzt auf Anfrage von Stadtrat Franz-Josef Fischer (FDP/Freie Bürger) mit. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2015, als noch 1,752 Millionen Euro eingenommen wurden.

Die rentabelste Anlage steht den Angaben zufolge auf der Waldschlößchenbrücke: In Fahrtrichtung Altstadt wurden 14 015 Kraftfahrer zur Kasse gebeten, die 409 344 Euro zahlen mussten. Allerdings: Die Einnahmen sind rückläufig. 2014 spielte das Gerät noch 573 000 Euro ein, 2015 waren es 437 600 Euro.

Die Anlage auf der Brücke in Fahrtrichtung Neustädter Ekbseite kam im vergangenen Jahr auf 4232 Verfahren und 116 368 Euro. Da sind zwei andere Geräte deutlich produktiver: Kurz nach der Autobahnabfahrt Hellerau steht auf der Radeburger Straße in Richtung Innenstadt ein „Starenkasten“, der 7930 Fotos anfertigte, die die abgelichteten Kraftfahrer 201 732 Euro kosteten. Der „Klassiker“ unter den Anlagen steht auf der Bautzner Straße in Höhe Schloss Albrechtsberg und produzierte 4857 Verfahren mit 140 446 Euro Verwarn- und Bußgeldern. Über 100 000 Euro kamen noch die Anlagen auf der Maxim-Gorki-Straße (111 106 Euro) und auf der Dohnaer Straße (106 410 Euro).

Drei Anlagen haben dagegen nur im vierstelligen Bereich Einnahmen eingespielt: Auf der Güntzstraße ließen sich 383 Autofahrer erwischen, die 4140 Euro zahlen mussten, auf der Meißner Landstraße in Stetzsch waren es 91 Kraftfahrer und 7792 Euro, am Georgplatz wurden 89 Rotlichtfahrer mit 9258 Euro abgestraft. Auf der Bürgerwiese mussten ertappte Verkehrssünder 10 855 Euro zahlen, auf der Gottfried-Keller-Straße 16 097 Euro.

Insgesamt haben die Überwachungsanlagen im vergangenen Jahr 76 731 Mal ausgelöst, aber es wurden nur 54 511 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Besonders hoch ist die Diskrepanz bei Rotlichtverstößen: 8569 Mal blitzte es, aber nur 838 Kraftfahrer bekamen danach auch unangenehme Post vom Ordnungsamt.

Die Landeshauptstadt und die Polizei überwachen den Verkehr auch mit mobilen Messgeräten. Hier wurden laut Sittel im vergangenen Jahr 48 700 Verfahren eingeleitet, die Einnahmen beliefen sich auf insgesamt 1,4 Millionen Euro. Insgesamt brachte das Fehlverhalten von Kraftfahrern fast 3 Millionen Euro für die Stadtkasse.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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