Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Randale unter Drogen
Dresden Lokales Randale unter Drogen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:16 26.01.2017
Robert D. hat es nach drei Jahren im Gefängnis nicht geschafft, zu einem normalen Leben zurückzufinden. Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Robert D. ist erst 33 Jahre alt, aber schon ein Wrack. Reichlich Drogen und Alkohol haben aus dem Mann, der anfangs ein ganz normales Leben führte, einen völlig anderen Menschen gemacht. Der ehemalige Lackierer steht völlig neben sich und ist derzeit in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Am Donnerstag musste er sich vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. Von Mai bis August 2016 hat sich Robert D. regelrecht durch Dresden geprügelt. Er pöbelte, drohte und schlug jeden, der ihm über den Weg lief – einen besonderen Grund brauchte er nicht. Allein am 8. Mai warf er eine Bierflasche nach einer Frau, die mit ihren Kindern auf der Spitzwegstraße unterwegs war, beleidigte sie und eine weitere Familie, schlug einen Mann und drohte der Kassierin einer Tankstelle, sie „abzumurksen“. Danach trottete er nach Hause und schlug eine Tür und ein Fenster ein.

Der Angeklagte hinterließ auch sonst bleibende Eindrücke: Er warf einem Gast in einer Espresso Bar an der Prager Spitze eine Bierflasche an den Kopf, demolierte dort die Werbeaufsteller. Einer Kellnerin in einem anderen Restaurant drohte er: „Dich mach ich kalt.“ Robert D. schlug auch auf Fahrgäste in Straßenbahnen und auf Leute an Haltestellen ein. Er randalierte in einem China-Restaurant und biss einem Ladendetektiv in die Hüfte. Eine junge Frau baggerte er in einer Bahn an, verfolgte sie und zerriss einem Mann, der ihr helfen wollte, das T-Shirt. Außerdem beleidigte er Polizisten.

Stimmt nicht, es war alles ganz anders, so Robert D. „Ich habe drei Jahre im Knast gesessen und war erst ein Dreivierteljahr draußen, da mache ich so was nicht“, erklärte er. Das sei alles eine Intrige von Drogendealern an der Prager Spitze. Er hätte da wohl nicht genügend Drogen gekauft, spekulierte er. Das Gericht wird es prüfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Unterbrochen wurde die Verhandlung durch einen Alarm, alle mussten das Amtsgericht verlassen. Ein Gast im Gericht hatte, warum auch immer, einen Feuermelder eingeschlagen. Das Wachpersonal nahm sich seiner an.

Von Monika Löffler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) hat sich am 26. Januar vor dem Stadtrat zum neuen Trainingszentrum für Dynamo Dresden bekannt. „Wir wollen dieses Vorhaben im Rahmen des geltenden Rechts möglich machen.“

26.01.2017

Der Stadtrat hat am 26. Januar mit 37 gegen 27 Stimmen die Veränderungssperre für das Baugebiet Marina Garden in der Leipziger Vorstadt um ein Jahr verlängert.

23.03.2018

Für die soziale Betreuung geflüchteter Menschen gelten in Dresden ab 1. Juni 2017 neue einheitliche Standards. Träger, die sich für diese Tätigkeit interessieren, können sich jetzt beim Sozialamt mit ihrem Konzept bewerben. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf der Stadt zur Interessenbekundung hervor.

27.01.2017
Anzeige