Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Rahmenkonzept der Stadt: Dresden wächst und braucht mehr Wohnungen
Dresden Lokales Rahmenkonzept der Stadt: Dresden wächst und braucht mehr Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:34 09.09.2015
Quelle: Stadt Dresden
Anzeige

Doch der große Höhenflug, der derzeit seinen Gipfel erlebt, ist bald vorbei. „Ab Ende des Jahrzehntes wird sich bemerkbar machen, dass Mitte und Ende der 90er Jahre wenig Kinder geboren wurden Wir gehen zwar davon aus, dass die Geburtenraten weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Die sinkenden Zuzugszahlen – etwa von Studenten – werden dadurch aber nur noch teilweise kompensiert“, erklärt Sittel. Heute wächst Dresden um rund 6000 Einwohner im Jahr. 2030 gibt es jährlich nur noch 800 Neu-Dresdner.

Da der Bedarf an Wohnraum dennoch stark steigen wird – zumindest mittelfristig werden jährlich mehr als 1000 neue Wohneinheiten benötigt – muss weiter kräftig gebaut werden. Die Verwaltung will die Entwicklung im neuen Raumkonzept wohnen mit verschiedenen Maßnahmen ankurbeln: Die Stadt will unter anderem künftig enger mit den Akteuren am Wohnungsmarkt zusammenarbeiten, verstärkt kommunale Grundstücke zur Verfügung stellen und über einen eigenen Grundstücksfonds am Markt investieren. Zusätzlich will man den Druck auf Land und Bund erhöhen, brachliegende Liegenschaften auf den Markt zu werfen. Eigentlich ist der Markt schon jetzt ordentlich im Schwung. 1300 Wohnungen werden derzeit im Jahr gebaut. Dieser Wert hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Potenzielle Flächen gäbe es in jedem Fall genug. Wie der Leiter des Stadtplanungsamtes, Stefan Szuggat, mitteilt, könnten in den kommenden 15 Jahren theoretisch 32.000 Wohneinheiten bereitgestellt werden. Eine neue Erhebung zeigt, dass das potenzielle Angebot doppelt so groß ist wie die Nachfrage. Etwa ein Drittel der potenziellen Flächen befindet sich im Besitz der Kommune. Der Rest ist in privater Hand. „Diese gute Ausgangssituation verhindert, dass der Wohnungsmarkt überhitzt“, sagt Szuggat.

Bei allen Überlegungen stellt Baubürgermeister Marx klar: „Wir reden hier über einen groben Fahrplan für unsere Stadtentwicklungspolitik. Jedes Projekt muss in eine politischen Zieldebatte und einen Abwägungsprozess durchlaufen“.

hh

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das „Zeltschlösschen“ wartet seit Montagmittag auf die hungrigen Dresdner Studenten. Die Dresdner Zeltmensa startete ihren Betrieb unter diesem Namen an der Nürnberger Straße.

09.09.2015

Das Dresdner Schillerhäuschen muss dringend saniert werden. Die Substanz des Hauses verfalle immer mehr, der Beginn einer denkmalgerechten Sanierung sei nicht in Sicht, teilte die Bürgerstiftung Dresden am Montag mit.

09.09.2015

Warum gibt's im Baumarkt immer noch keine Zeitmaschinen zu kaufen? Weshalb kann man durch Glas eigentlich durchgucken? Wie kam es, dass sich das Universum nach dem Urknall nicht gleich wieder selbst vernichtet hat? Wie findet man ein Higgs-Boson? Diese und andere Fragen haben sechs Physiker am Sonnabendnachmittag im "Science Café" in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek (SLUB) den Dresdnern zu beantworten versucht.

09.09.2015
Anzeige