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Lokales Räumungstermin war der 30. September: Dresdner Studentenkneipe Bierstube will nicht weichen
Dresden Lokales Räumungstermin war der 30. September: Dresdner Studentenkneipe Bierstube will nicht weichen
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17:40 09.09.2015
Die Bierstube ist auf dem Campus der TU ein zentraler Treffpunkt. Damit könnte bald Schluss sein. Quelle: Stephan Hönigschmid

Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten in der Neuen Mensa an der Bergstraße sollten eigentlich bereits im vollen Gange sein. Doch der Klub Neue Mensa e.V. macht dem Hausherren – dem Studentenwerk – dem bekannten Gallierdorf gleich das Leben schwer und fechtet die Kündigung auf dem Rechtsweg an.

Das ist gut für alle Studenten, die nun auch zum Semesterstart das Wiedersehen mit ihren Kommilitonen bei einem kühlen Blonden in den traditionsgeschwängerten Räumlichkeiten begehen können – das Studentenwerk sieht derweil seine Felle davon schwimmen. „Es ist absolut verantwortungslos, was der Klub da macht“, sagt Martin Richter, Geschäftsführer des Studentenwerkes und erklärt: „Wegen der Bierstube müssen alle Medien im Haus weiter betrieben werden. Das erzeugt weiterhin hohe Betriebskosten – allein schon durch die Grundgebühr für die Anschlüsse. Darüber hinaus sind die Lüftungsanlage und die Küchenlüftung kaputt – eigentlich dürfte die Kneipe gar nicht mehr betrieben werden“, sagt Richter und fügt hinzu, „auch durch den fehlenden Zugang zur Bierstube verlieren wir Zeit. Eigentlich müsste die schützenswerte Bestuhlung längst entfernt worden sein – die soll einer Aufarbeitung zugeführt werden“.

Ein pikantes Detail: Das Studentenwerk subventioniert die Baustellenbesetzer. Die Kaltmonatsmiete, die der Verein monatlich für die Bierstube abführen muss, beläuft sich auf rund 600 Euro. Nach Angaben das Studentenwerkes wird der Betrieb der Kneipe zusätzlich mit 50.000 Euro im Jahr querfinanziert.

Die Betreiber der Bierstube, der Klub Neue Mensa e.V, halten sich derweil bedeckt. „Auf Anraten unserer Anwältin hin, geben wir derzeit keine näheren Informationen heraus. Über den Auszug ist noch nicht entschieden. Wir fechten die Kündigung weiter an. Einen neuen Sachstand gibt es nicht“, teilt Vereinsmitglied Vera Zeller mit. Betreiber Lutz Klatt hatte bereits Ende September seine Enttäuschung über die Kündigung zum 30. September mitgeteilt. Das Schreiben sei völlig unerwartet eingetroffen, so Klatt.

Das lässt Richter nicht gelten: „Die erste Kündigung wurde bereits zum 31. Dezember vergangenen Jahres ausgesprochen. Aus Kulanz haben wir eine längere Nutzung ermöglicht“, stellt der Studentenwerk-Geschäftsführer klar und verweist auf die beiden anderen Klub Neue Mensa – Standorte „B´liebig“ und „Cafe Campus“, die als Kompensation dienen könnten. Der sonst auf Ausgleich bedachte Mann kündigt darüber hinaus eine Verschärfung an: „Es finden Gespräche mit dem Träger Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) statt. Im Zweifel bringen wir eine Räumungsklage auf den Weg.“

Hauke Heuer

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