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Lokales Radverkehr am Bischofsplatz: Vorwürfe gegen Baubürgermeister
Dresden Lokales Radverkehr am Bischofsplatz: Vorwürfe gegen Baubürgermeister
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08:24 20.10.2017
Unfallschwerpunkt Bischofsplatz.  Quelle: Roland Halkasch
Dresden

 „Werfen Sie uns vor, dass wir noch kein Ergebnis für einen Prüfauftrag haben, den Sie uns heute erst erteilen?“, fragte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) am Mittwochabend im Bauausschuss. Er stand unter schwerem Beschuss aus den eigenen Reihen. Der Linke-Baupolitiker Tilo Wirtz und Johannes Lichdi, Parteifreund des Baubürgermeisters, brachten beim Thema „Kurzfristige Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr am Bischofsplatz“ Unmut darüber zum Ausdruck, dass noch nichts passiert ist. Die Brachialkritik traf den Baubürgermeister, gemeint war aber Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz, der bei dem Tagesordnungspunkt mit im Podium saß.

Zwei Fahrradfahrer waren im Abstand von wenigen Tagen am Bischofsplatz bei Unfällen verletzt worden, die Verwaltung soll nach dem Willen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit (RGR) die Situation kurzfristig verbessern. Das hatte Schmidt-Lamontain zunächst mit Verweis auf eine noch nicht terminierte Sanierung der gesamten Verkehrsanlage abgelehnt. RGR gab sich damit nicht zufrieden und fordert per Antrag Lösungsmöglichkeiten. „Wir haben den politischen Willen, schnell zu einer Lösung zu kommen“, erklärte Lichdi, „wie diese aussieht, ist Sache der Verwaltung.“

Einen Tag nach dem schweren Verkehrsunfall an gleicher Stelle haben am Samstagabend rund 30 Fahrradfahrer kurzzeitig den Dresdner Bischofsplatz besetzt. Die Teilnehmer waren zuvor laut klingelnd mit ihren Rädern vom Alaunplatz zum Unfallort gelaufen, wo sie sich für rund 15 Minuten auf die Straße setzten.

Wirtz konstatierte eine „bemerkenswerte Ruhe und Bräsigkeit im Amt Koettnitz“. Am Bischofsplatz liege eine Gefahrensituation vor, die dringend entschärft werden müsse. Man könne durchaus über Fahrlässigkeit im Amt nachdenken, meinte der Linke, was den Baubürgermeister auf den Plan rief: „Es ist unverschämt, Leuten, die bis zum Anschlag arbeiten, Nichtstun vorzuwerfen“, entgegnete Schmidt-Lamontain.

Bis 31. Januar hat die Verwaltung Zeit, Lösungsvorschläge vorzulegen. Nach ersten Schätzungen kostet es 50 000 bis 250 000 Euro, einen Radweg zu asphaltieren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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