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Lokales Quereinsteiger servieren in der Neustadt ein Stück Italien auf die Hand
Dresden Lokales Quereinsteiger servieren in der Neustadt ein Stück Italien auf die Hand
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14:00 10.08.2017
Michael Wolf ist Quereinsteiger und betreibt gemeinsam mit Adrian Dokis seit Juni das „Denzel´s“ in der Dresdner Alaunstraße Quelle: Lars Müller
Dresden

Es duftet nach geröstetem Weißbrot. Wände in Ziegeloptik, eine rustikale Ledergarnitur und ganz viel Holz versprechen einen Imbiss der individuellen Art. „Welcher Belag darf es sein?“ Michael Wolf ist Quereinsteiger und betreibt gemeinsam mit Adrian Dokis seit Juni das „Denzel´s“ in der Dresdner Alaunstraße, mitten in der quirligen Neustadt. Das Bistro hat sich auf Paninis spezialisiert und will seinen Gästen ein Stückchen italienischen Genuss auf die Hand zaubern. Schinken, Salami, verschiedene Käse und frisches Gemüse werden zu sieben Standard-Paninis kombiniert. Sonderwünsche sind aber durchaus drin.

Die Idee dafür kam den beiden waschechten Dresdnern, die sich seit ihrer Schulzeit am Cottaer Gymnasium kennen, allerdings weit im Norden, in Edinburgh. „Vorigen Herbst haben wir auf einer Reise im dortigen Uni-Viertel einen Panini-Imbiss entdeckt, der uns preiswert das Überleben im teuren Schottland gesichert hat – und das noch ungeheuer lecker“, erinnert sich Wolf und lacht. Der 27-Jährige gelernte Kfz-Mechatroniker wollte sich nach einigen Ausflügen in andere Berufsfelder sowieso neu orientieren und so war die Idee für das eigene Panini-Bistro geboren. Im März ging es dann richtig los, als sich ein freies Ladenlokal in der Nähe seiner Wohnung bot.

Neben den notwendigen Behördengängen haben sich die beiden Jungunternehmer noch als Handwerker ausgetobt und den Laden kräftig aufgemöbelt. Über die vielen Ziegelklinker will Wolf lieber nicht mehr reden. Geschichte. Das Bistro steht und hat inzwischen schon einige Stammkunden überzeugt. „Wir legen großen Wert auf regionale Produkte“, betont der Jungunternehmer, auch wenn das in der Anfangszeit noch nicht komplett klappe. Die Lieferung der meisten Zutaten übernimmt „Onkel Franz“, bekannt als Gastro-Experte mit besten Kontakten zu Erzeugern aus der Region. Die Panini-Brötchen kommen vom Bühlauer Bäcker Richter, der in der Alaunstraße eine Filiale betreibt. „Und Wein vom Sörnewitzer Weingut Schuh haben wir auch seit Kurzem“, so Wolf. Passt irgendwie, ist der Winzer doch ähnlich umtriebig und nur wenig älter als die beiden Neustädter Panini-Jungs. „Beim Bier suchen wir noch einen lokalen Brauer mit fairen Preisen“, sagt Michael Wolf. Denn, es ist erklärtes Ziel vom „Denzel`s“, preiswert gute Produkte zu servieren. „Was im Studentenviertel von Edinburgh klappt, sollte ja auch in der Dresdner Neustadt machbar sein“, ist er zuversichtlich. Dafür haben die beiden Bistrogründer vor der Eröffnung wochenlang daheim Panini-Beläge getestet, bis das perfekte Brötchen und die richtigen Zutaten gefunden waren. Premiere war letztendlich bei der BRN – vor dem Bistro, weil drinnen noch gewerkelt wurde. Danach folgte eine Art „soft opening“, bei dem sich Wolf und Dokis eingrooven konnten.

Sie wissen natürlich, dass es kein Zuckerschlecken wird, in der recht gebeutelten Dresdner Gastronomie Fuß zu fassen. Doch schnell reich werden, wollen die beiden Enthusiasten sowieso nicht. Und Zupacken können sie auch, wie sie beweisen. So stehen sie täglich selbst hinter dem Tresen, wobei Adrian Dokis zunächst seine Festanstellung als Drucker noch nicht an den Nagel hängen will. Längst schmieden die beiden Bistro-Betreiber aber Zukunftspläne: „Catering wäre noch weiteres Standbein“, sagt Michael Wolf. Rund 15.000 Euro hätten sie bisher in ihren Laden investiert und das wolle wieder verdient sein. Geöffnet haben sie an sieben Tagen in der Woche – von mittags bis abends, freitags und sonnabends bis Mitternacht.

Die Geschichte des Namen „Denzel´s“ passt übrigens perfekt zu den beiden Machern. Weil ein Amt bei einem Termin spontan nach dem Namen des Bistros fragte, musste schnell gleich noch auf der Behörde einer gefunden werden, schmunzelt Wolf. Sein Kompagnon hatte früher den Spitznamen „Denzel“ – und so wurde auch das Panini-Bistro kurzerhand so genannt. Nun soll es zu einer Marke in der Neustadt werden, so ihr Ziel.

Von Lars Müller

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