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Lokales Quartiersbuslinie 73 soll bis zum Ärztehaus Mickten fahren
Dresden Lokales Quartiersbuslinie 73 soll bis zum Ärztehaus Mickten fahren
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09:16 13.07.2018
Über die enge Döbelner Straße verkehrt seit Jahresbeginn ein Quartiersbus der Linie 73. Nun soll die Strecke verlängert werden. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Quartiersbuslinie 73, die seit Jahresbeginn auf 2,7 Kilometern vom Haltepunkt Pieschen bis zum Wilden Mann über die Döbelner Straße im Testbetrieb verkehrt, soll attraktiver werden. Das ist das gemeinsame Ziel einer Arbeitsgruppe von Stadt, Dresdner Verkehrsbetrieben, Ortsbeirat Pieschen und Stadtrat, die sich nun getroffen hat. Aufgabe ist es einerseits, die politische Grundlage für eine Verlängerung des Testbetriebs bis zum Jahresende zu schaffen. Andererseits geht es um Veränderungen an Fahrplan und Strecke, die mehr Fahrgäste zum Einsteigen bewegen könnten.

Am Pilotversuch hängt der Einsatz anderswo

„Dabei wurde in Aussicht gestellt, die Buslinie zeitnah vom Haltepunkt Pieschen bis zum Ärztehaus Mickten zu verlängern und an die S-Bahn zukünftig deutlich bessere Anschlüsse von nur vier Minuten anzubieten“, teilt der SPD-Ortsbeirat Stefan Engel, Mitglied der Arbeitsgruppe, mit. Es handelt sich dabei um Veränderungen, die er bereits bei einem Auswertungstermin im Ortsbeirat Pieschen auf den Tisch gebracht hat.

„Mit der Verlängerung zur Wurzener Straße wird der Weg zum Ärztehaus Mickten vor allem für viele ältere Menschen deutlich einfacher“, sagt er. „Die besseren Anschlüsse an die S-Bahnen Richtung Hauptbahnhof waren auch überfällig.“ Dort waren wegen einer ungünstigen Taktung lange Wartezeiten entstanden, so dass viele potenzielle Fahrgäste nicht in den Bus einstiegen.

Es handelt sich bei der Linie 73 um Dresdens erste Quartierbuslinie, die auf vergleichsweise kurzer Strecke schlecht angebundene Areale erschließt. Weil Quartiersbusse auch anderswo gewünscht sind, hängt ziemlich viel an dem Pilotversuch in Pieschen. Dort bereitet vor allem die enge Döbelner Straße Probleme, wo die Durchfahrt eines regulären Gelenkbusses derzeit nicht möglich ist. Deshalb verkehrt dort ein kleineres Fahrzeug, das 22 Fahrgästen Platz bietet.

Die Linien 73, 79 und 92 könnten zusammengefasst werden

Werktags nutzen das 220 Fahrgäste im Schnitt – für das erste halbe Jahr kein schlechter, gemessen an den dabei aufgelaufenen Kosten in Höhe von 130.000 Euro aber auch kein guter Wert. Am Wochenende fahren kaum Menschen mit, weshalb die DVB für eine Einstellung des Betriebs an Sonnabenden und Sonntagen plädieren.

Für SPD-Ortsbeirat Engel ist klar, dass die Linie 73 als unbefristeter Dauerbetrieb fortgesetzt werden soll. Seine Überlegungen gehen sogar noch weiter. „Eine Zusammenfassung der Linie 73 mit der 79 (Mickten-Übigau) und 92 (Ockerwitz-Cotta) zu einer Linie würde noch einiges an Potenzial erschließen. Anstelle vieler Inselbetriebe gäbe es dann erstmals eine direkte Querverbindung von Pieschen nach Cotta und Leutewitz“, sagt er. Dafür müsste aber erst die Döbelner Straße bustauglich gemacht werden. Damit sei allenfalls langfristig zu rechnen, meint Engel.

Von uh

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