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Prunkwaffen und Prachtkleider im Dresdner Schloss

Renaissanceflügel eröffnet Prunkwaffen und Prachtkleider im Dresdner Schloss

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die neuen Ausstellungen der Rüstkammer als Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Wiedereröffnung des Residenzschlosses im Jahr 2021 gefeiert. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sprach zum Festakt am Samstag in Dresden von einem „bedeutenden Schauplatz sächsischer Geschichte“.

Der neu eröffnete Renaissanceflügel im Residenzschloss

Quelle: dpa

Dresden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die neuen Ausstellungen der Rüstkammer als Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Wiedereröffnung des Residenzschlosses im Jahr 2021 gefeiert. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sprach zum Festakt am Samstag in Dresden von einem „bedeutenden Schauplatz sächsischer Geschichte“. Mit den Schauen „Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ und „Kurfürstliche Garderobe“ ist zugleich der Renaissanceflügel von Sachsens bedeutendster Kulturbaustelle eröffnet worden. Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäudekomplex entsteht seit 1990 wieder neu.

Läuft laut der Generaldirektorin der Kunstsammlungen, Marion Ackermann, alles nach Plan, soll das Museumszentrum als „Residenz der Kunst und Wissenschaft“ im Jahr 2021 vollendet sein. Tillich ging am Samstag davon aus, dass größere Projekte wie die Restaurierung des Ballsaals schon 2019 abgeschlossen werden können. „Der Wiederaufbau ist eine Generationenaufgabe“, erklärte der CDU-Politiker.

Die beiden neuen Ausstellungen zeichnen laut Ackermann den Aufstieg zur Macht nach. In fünf Räumen wird anhand von 990 Exponaten der Weg der Wettiner gezeigt - von der Erlangung der Kurwürde 1423 bis 1553, zugleich geben sie Einblicke in die fürstliche Mode der Zeit. In einem Saal des Ostflügels sind erstmals der weltweit größte Schatz an Prunkwaffen der Reformationszeit und des frühen Barock zusammen ausgestellt, in vier Räumen im Nordflügel wurden seit dem Zweiten Weltkrieg im Depot verwahrte Gewänder der Zeit um 1550 bis 1650 inszeniert. Auch die kostbare Fürstenmode der Renaissance und des Frühbarock im Original in Museumsbestand ist einzigartig.

Besucher in der Ausstellung "Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht" im Residenzschloss

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Der Freistaat investierte auch mit Hilfe des Bundes bisher rund 316 Millionen Euro. Inzwischen sind drei Viertel für Ausstellungen nutzbar. Rund 2300 weitere Quadratmeter müssen noch bestückt werden, darunter die ehemaligen Paraderäume.

dpa

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