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Lokales Prüfer finden in Dresden den ungesündesten Glühwein
Dresden Lokales Prüfer finden in Dresden den ungesündesten Glühwein
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13:19 12.12.2015
Beim Glühwein gibt es große Unterschiede. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Dresden

Dass Glühwein nicht gerade gesund ist, dürfte jeder wissen. Trotzdem gilt der Becher oder das Glas mit dem süßen alkoholischen Getränk für viele beim Weihnachtsmarktbesuch als Muss. Doch jetzt verkümmelt das Fazit einer bundesweiten Studie, die das Ernährungsportal www.nu3.de in Auftrag gab, den Genuss. So es einer ist. Denn es gibt Unterschiede.

Im Rahmen der Studie wurden 62 Glühweine auf Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland untersucht. Das Ergebnis ist niederschmetternd, denn der Osten der Republik schneidet dabei besonders schlecht ab. Dem Glühwein wird zu viel Zucker zugesetzt. "Am ungesündesten ist der Glühwein in Dresden: Hier wurden Spitzenwerte bis 301 Kilokalorien gemessen, in Berlin 279 Kilokalorien", heißt es in einer Mitteilung. "Deutlich besser ist die Qualität des typischen Weihnachtsmarktgetränkes im Westen und Süden: Den durchschnittlich leichtesten Glühwein trinkt man in Köln (201 kcal), Stuttgart (202 kcal) und Frankfurt am Main (205 kcal)."

Die Ursache liege im großen Wettbewerb und Preisdruck, den die Standbetreiber durch höheren Zuckergehalt ausgleichen, so die Experten. "Zucker macht den Glühwein geschmackvoller und kann mindere Weinqualität überlagern." Und nicht nur das. "Billiger Zucker treibt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe. Sinkt dieser wieder ab, drohen Heißhunger und unkontrollierter Verzehr fettreicher Speisen. Der in Glühwein enthaltene Alkohol hemmt jedoch die Fettverbrennung und schadet so der Figur doppelt", argumentiert das Ernährungsportal weiter.

Fakt ist, dass man als Striezelmarktbesucher zwar zwischen vielen Glühweinständen und unterschiedlichen Sorten wählen kann - wie viel Zucker jedoch zugesetzt ist, darüber konnten bei unserem Besuch die wenigsten Verkäufer Auskunft geben. Und nicht nur das. Selbst bei Winzerglühwein, bei dem man annimmt, dass er hochwertiger ist, konnten oft nicht mal Angaben zur Herkunft gemacht werden. Weniger Zucker enthalte Sanddornwein, weil in diesem Fall der Fruchtzuckeranteil der für herkömmlichen Glühweine verwendeten Früchte fehle, erfuhren wir. Auch Winzerglühweine enthalten in der Regel weniger Zucker. Wer Wert auf hohe Qualität und einen geringstmöglichen Zuckergehalt legt, sollte nachfragen und nur dort kaufen, wo befriedigend Auskunft gegeben werden kann.

cat./ron

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