Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Prozess zum Rauswurf von Susanne Dagen geht weiter
Dresden Lokales Prozess zum Rauswurf von Susanne Dagen geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:53 05.04.2019
Susanne Dagen und ihr Anwalt Maximilian Krah im Landgericht. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Verkündung gestrichen, Prozess wird fortgesetzt. Wer sich am Freitag auf den Weg ins Landgericht gemacht hatte, um zu hören, ob der Rauswurf der Loschwitzer Buchhändlerin Susanne Dagen aus einem Workshop „Rechte Netzwerke“ im Deutschen Hygiene-Museum rechtswidrig war, wurde enttäuscht: Zivilrichter Peter Kieß hat den Prozess überraschend vertagt.

Am 26. April geht es weiter, dann wird die Kammer drei Zeugen hören. „Es geht um die Frage, ob Frau Dagen von der Tagungsleitung angeboten wurde, wieder am Workshop teilzunehmen“, erklärte Anwalt Maximilian Krah, der die Buchhändlerin vertritt. Dagen fordert die Feststellung, dass der Rauswurf im September 2018 rechtswidrig war. Gleichzeitig klagt sie ein Schmerzensgeld von 5000 Euro ein.

Kieß hatte in der mündlichen Verhandlung Anfang März erklärt, er sehe nach vorläufiger Auffassung eine Rechtswidrigkeit, aber keinen Schmerzensgeldanspruch. Nun will er den Vorfall, zu dem es verschiedene Versionen gibt, weiter aufklären.

Susanne Dagen wird eine Nähe zur Pegida-Bewegung nachgesagt. Sie wurde bundesweit bekannt als Mitinitiatorin der „Charta 2017“, in der die Verfasser nach einem Streit um rechtsorientierte Verlage auf der Buchmesse in Frankfurt am Main von „Gesinnungskorridor“ und drohender „Gesinnungsdiktatur“ in Deutschland sprachen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Protest gegen einen AfD-Stand an der Schauburg in Dresden müssen Beamte dazwischen gehen. Gegen einen von ihnen erhebt das Kulturbüro Sachsen nun schwerwiegende Vorwürfe.

05.04.2019

Am 16. April zieht Koala-Weibchen Sydney in den Dresdner Zoo. Rund 750 Kilometer von ihrem jetzigen Zuhause im Zoo Antwerpen bis in die Landeshauptstadt muss sie vorher zurücklegen.

05.04.2019

Nach der gescheiterten Feuerwehrübung an der 103. Grundschule äußern sich nun die Verantwortlichen im Dresdner Rathaus. Das allerdings mit eher dürren Worten. Immerhin: Die Verkehrsbehörde beschäftigt sich mit dem Fall. Es bleiben offene Fragen.

05.04.2019