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Lokales Proteste und Schließtag wegen Personalnot bei Erziehern in Dresden - Demo am Dienstag, Streik am Freitag
Dresden Lokales Proteste und Schließtag wegen Personalnot bei Erziehern in Dresden - Demo am Dienstag, Streik am Freitag
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17:37 09.09.2015

Durch Urlaubs- und Fehltage sind es in der Realität oft mehr. Mit verschiedenen Aktionen fordern die Kitas nächste Woche vom Land einen besseren Personalschlüssel. Angemessen sei eine Erzieherin für vier Krippenkinder bzw. zehn Kindergartenkinder, sagen die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege wie AWO, Caritas, DRK, das Diakonische Werk und der Paritätische Wohlfahrtsverband.

Wie ernst es ist, demonstrieren viele freie Träger mit einem Schließtag am kommenden Freitag. So macht die Outlaw-Gesellschaft für Kinder und Jugendhilfe am 29. August ihre drei Kitas an Rehefelder Straße, Leubnitzer Straße und Hechtstraße zu. Wobei in der Hechtstraße die Ersatzbetreuung stattfinden soll für die Kinder, deren Eltern darauf angewiesen sind. Dort sollen dann auch Landtagsabgeordnete bei der Erziehung helfen, um sich ein Bild von dem Beruf zu machen. Bisher gebe es jedoch keine einzige Anmeldung für die Ersatzbetreuung, beschreibt Ulrike Herlt von Outlaw. "Alle Eltern lassen ihre Kinder zu Hause." Aus Angst vor den Politikern? "Das glaube ich nicht", sagt Herlt lachend, "die werden ja nicht mit den Kindern allein gelassen." Die Reaktion deute vielmehr darauf hin, dass sie den Schließtag unterstützen.

Auch alle Kitas der Arbeiterwohlfahrt schließen am Freitag. "Wir betreuen an diesem Tag keine Kinder, arbeiten aber alle vor Ort an den Aufgaben, für die der Personalschlüssel nicht eine Minute vorsieht", erklärt Ute Adler, Leiterin der AWO-Kita an der Kaitzer Straße. Die Kita "Pünktchen" vom Deutschen Kinderschutzbund will am Freitag ebenfalls schließen. Leiterin Anke Gießler-Lachmann will so Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) an sein Versprechen erinnern, das Personal zu erhöhen. Auch die Kitas des Omse e.V. streiken. "Der Schließtag ist als Tag der offenen Tür angelegt, Eltern und Interessierte können sich ein Bild davon machen, was neben der reinen Kinderbetreuung zu den Arbeitsaufgaben für Erzieherinnen gehört", sagt Andreas Warschau, Leiter vom Koboldland. In der ASB-Kita "Wiesenfrösche" basteln die Erzieher am Aktionstag Arme aus papier, um das Personalproblem zu verbildlichen.

Alle städtischen Kitas, Einrichtungen des DRK, von Kinderland Sachsen und der Diakonie haben normal geöffnet. Den Bedarf für mehr Personal sehen sie auch, wollen den Konflikt aber nicht zu Lasten der Eltern austragen. "Wir kompensieren alle", betont Susanne Jetter von der Diakonie. Man habe in fast jedem Haus FSJler, Ehrenamtliche und Praktikanten. Anders sei es nicht möglich, Betreuungszeiten, Dokumentation und Erfüllung des Bildungsplan zu leisten, so Jetter.

Viele Kitas zeigen bereits am Dienstag Flagge: "Wir beteiligen uns am 26. August an der Bollerwagenaktion und schließen da unser Haus ab 15 Uhr", erklärt Roswitha Richter von der Pieschener Kita Bim Bam Bino, deren Träger die Jugend- und Sozialwerk gGmbH ist. Mit Bollerwagen wollen am Dienstag Hunderte Erzieherinnen für die Verbesserung des Personalschlüssels in sächsischen Kitas zwischen 16 und 18 Uhr vom Postplatz zum Kultusministerium am Carolaplatz ziehen. So auch Erzieher und Eltern von der Leubener Kinderinsel und der Gorbitzer Früchtchen sowie von den Löbtauer Schmetterlingen und der Entdeckerkiste der Kita Sachsen gGmbH, der Kita Toeplerstraße vom Jugend- und Sozialwerk, der Kita BioPolis und der Kita Loschwitzer Straße von der Thüringer Sozialakademie und von den fünf Kitas des Dresdner Kinderschutzbundes, die dann alle bereits 15 Uhr schließen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2014

Madeleine Arndt

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