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Lokales Protest mit Plakat: Elbepark darf am Sonntag nicht öffnen
Dresden Lokales Protest mit Plakat: Elbepark darf am Sonntag nicht öffnen
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11:00 03.12.2015
Weithin sichtbar macht das Plakat deutlich: Der Elbepark würde am Sonntag gern öffnen, darf aber nicht. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

"Sehr geehrte Besucher, leider verbietet uns ein Stadtratsbeschluss, am Sonntag für Sie da zu sein. Wir bedauern das zutiefst und bitten um Ihr Verständnis." Diese Worte prangen seit gestern auf einem Plakat, das die Fassade des Elbeparks ziert. Mit der Aktion macht Centermanager Gordon Knabe seinem Unmut Luft. Denn während am Sonntag die Läden in der Innenstadt öffnen, müssen die 180 Geschäfte des Elbeparks geschlossen bleiben - so hat es die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit beschlossen.

Für Knabe ein Unding - und für die Besucher nur schwer zu verstehen, wie er glaubt. Deshalb informieren das Plakat und zusätzliche Aufsteller darüber, dass sich der Elbepark nicht am verkaufsoffenen Sonntag beteiligen darf. "Das ist mehr als schlimm", so der Centermanager. Nicht nur, weil er einen Imageverlust befürchtet, wenn aus dem Umland Angereiste vor verschlossenen Türen stehen. "Die fahren dann weiter nach Chemnitz oder Bautzen und kehren auch sicher im kommenden Jahr nicht wieder." Natürlich sind auch monetäre Einbußen die Folge. Mehr als 30 000 Besucher bevölkern an einem verkaufsoffenen Sonntag den Elbepark. Ihr Fernbleiben verursacht einen finanziellen Schaden von weit mehr als einer Million Euro, schätzt Knabe.

"Das ist Geld, das meinen Mietern fehlt und das wir in der Weihnachtszeit benötigen", sagt der Centermanager. Wettbewerbsverzerrung nennt er deshalb den Beschluss des Stadtrats, und das sei seitens einiger RGR-Stadträte auch so gewollt. Politiker dürften den Bürger nicht bevormunden. Das Gros der Verkäufer und Inhaber würde gern am Sonntag öffnen, Knabe bekommt Anfragen aus der Belegschaft, warum sie es nicht dürfen. "Das ist völlig inakzeptabel, aber jetzt müssen wir damit leben", sagt er abschließend. Zumindest das Plakat, das bereits von der Autobahn aus sichtbar ist, ist Zeichen des Protestes.

Christin Grödel

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