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Promenadenring soll Dresdens neue grüne Lunge werden

Bürgermeisterin legt Pläne vor Promenadenring soll Dresdens neue grüne Lunge werden

Granit statt Wasser, Verzicht auf einen Neubau und Verpflanzung von 24 Linden: Das sind die Kernpunkte für den westlichen Promenadenring, der in den Jahren 2018 bis 2020 errichtet werden soll. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) hat jetzt die Planungen vorgelegt.

Stadtmauer als Wasserspiel: So soll der südliche Postplatz aussehen.
 

Quelle: Stadtverwaltung Dresden

Dresden. Der westliche Promenadenring vom Postplatz bis zum Dippoldiswalder Platz soll in drei Bauabschnitten von 2018 bis 2020 gestaltet werden. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) legte jetzt die konkreten Planungen vor, die in den Ausschüssen des Stadtrats diskutiert und vom Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft beschlossen werden sollen.

Verzicht auf ein Wasserband und einen Neubau sowie Verpflanzung von 48 Linden sind die Kernpunkte der Pläne des Berliner Büros „plancontext“, das 2015 einen von der Stadtverwaltung ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte. „Der westliche Promenadenring soll den Dresdnerinnen und Dresdnern und den Gästen der Stadt als grüne Oase zum Erholen und Entspannen dienen und den Bezug zur Stadtgeschichte nachvollziehbar machen“, formulierte die Stadt als Ziel.

Nördlicher Postplatz, Variante 1

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Auf dem Postplatz sind die Planungen von der Frage betroffen, ob ein etwa 13 mal 13 Meter großes Baufeld am Schauspielhaus bebaut wird. Der Architekt Jens Zander hat Entwürfe für einen Pavillon als „eine Art Stadtschaufenster“ vorgelegt, es soll aber auch ein Investor eine enorm hohe Summe für das Grundstück geboten haben. Die Verwaltung hat das Verkaufsverfahren gestoppt. Was geschehen soll, bleibt offen.

Das im Schürmann-Plan für Postplatz und Promenadenring vorgesehene Wasserband soll nicht kommen. Zum einen soll die Marienstraße erhalten bleiben, zum anderen sei ein langgestrecktes Wasserbecken entlang der Promenade wirtschaftlich nicht umsetzbar, heißt es in den Plänen. Wasser soll dennoch integriert werden – mit einer Brunnenanlage am südlichen Postplatz, die aus einer nachgezeichneten ehemaligen Stadtbefestigung auf eine tiefer liegende Fläche Wasser spritzt. Am Dippoldiswalder Platz soll der Schalenbrunnen „Wasserspiel“ von Leonie Wirth aufgestellt werden und als weithin sichtbarer Umlenkpunkt im Promenadenring fungieren.

Diese Pläne weichen vom Bebauungsplan für den Dippoldiswalder Platz ab, der an der für den Brunnen und Freiflächen geplanten Stelle ein Gebäude mit fünf bis acht Geschossen vorsieht. „Diese Bebauung ist nicht mehr vorgesehen“, heißt es in den Plänen.

Das langgezogene Wasserbecken soll von einem Granitband vom Postplatz zum Dippoldiswalder Platz ersetzt werden. Dafür muss eine Reihe mit 24 im Jahr 2004 gepflanzten Linden weichen. Die Bäume sollen an die Marienstraße vesetzt werden. „Die Bäume können wegen ihres geringen Alters mit vertretbaren Aufwand verpflanzt werden“, steht in den Planungen. Das Promenadenband könnte von einem Staudenband, Blütengehölzen und großzügiger Stadtmöblierung wie Bänken flankiert werden, damit attraktive Aufenthaltsbereiche unter schattenspendenden Bäumen entstehen könnten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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