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Lokales Programm des Dresdner Urania-Vortragszentrums für März bis August liegt ab Montag vor
Dresden Lokales Programm des Dresdner Urania-Vortragszentrums für März bis August liegt ab Montag vor
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17:28 09.09.2015
Urania-Chef Karl-Heinz Kloppisch setzt auf Vielfalt. Quelle: Carola Fritzsche

Und der Geschäftsführer des Urania-Vortragszentrums weiß am Ende einer jeden Reise auch, was er gemacht hat: Er hat die Touren nämlich nicht nur minutiös vorbereitet, sondern ist auch Reiseleiter gewesen und zuständig für den Bordservice im Bus...

Heute nun kommt das neue Programmheft des Urania-Vortragszentrums heraus, das inzwischen auch online vorliegt. Es listet sämtliche Bildungsreisen, Exkursionen und Vorträge auf, die bis August 2015 geplant sind. Etwa 70 Veranstaltungen hat Karl-Heinz Kloppisch im Angebot. Zum Vergleich: 2014 gab es insgesamt 111 Veranstaltungen mit fast 5000 Besuchern - und das, obwohl das Urania-Vortragszentrum anders als andere gemeinnützige Vereine keine finanzielle Förderung erhält, weder von der Stadt noch vom Land.

"Die beiden Kurzreisen ins Tschechische und zwei weitere Busreisen nach Trentino im kommenden Jahr sind bereits ausgebucht", berichtet der Geschäftsführer. Einige freie Plätze gebe es für die Fahrten in die Türkei Anfang April und in die Toscana im Mai. Insgesamt acht Reisen bietet der Urania-Chef in diesem Jahr an. Damit tritt der 62-Jährige 2015 deutlich kürzer als noch vor drei, vier Jahren. "Es gab Zeiten, da hatte ich 15 Reisen im Programm", erzählt er. Israel nennt er, Ägypten, Griechenland, auch Thailand und Kanada.

Seit 1991 hat sich das Urania-Vortragszentrum am hart umkämpften Reisemarkt behauptet. "Auch wenn ich das 15. Mal nach Frankreich gefahren bin, habe ich die Reisen immer wieder neu konzipiert", erklärt Kloppisch. Keine Fahrt gleiche der anderen. Und er achtet auf ein abwechslungsreiches Programm. "Bei mir kommt es nicht vor, dass wir an drei Tagen fünf Burgen besichtigen", meint er mit Blick auf Angebote der Volkshochschule. Eins stellt er aber auch klar: "Ich bin zwar der Reiseleiter, habe jedoch überall örtliche Führer." Selbst wenn er zehnmal in einem Land gewesen sei, maße er sich nicht an, die Führung zu übernehmen.

2016 will Kloppisch die anstrengenden Bildungsreisen nun endgültig an den Nagel hängen, das Angebot an Tagesfahrten und Vorträgen aber ausbauen. Verständlich: Sein Job als Ein-Mann-Unternehmen ist nicht mit einem Acht-Stunden-Tag getan. "Es ist völlig normal, dass ich morgens um 10 Uhr anfange und das Büro 22 Uhr wieder verlasse", erklärt er. Dass sich noch kein Nachfolger für die Organisation der Bildungsreisen gefunden habe, hängt ganz offensichtlich an seiner Person. "Die Leute sagen mir: Wenn Sie mit dabei sind, dann kommen wir mit", meint er mit einem Augenzwinkern.

Nicht nur, dass Karl-Heinz Kloppisch sämtliche Reisen organisiert hat, er leitet und begleitet auch alle Vorträge persönlich. In diesem Jahr waren u.a. der Astronom Dieter B. Herrmann und Fritz Heinrich, der Gründungsvorsitzende des Vereins, bei ihm zu Gast. Wenn er einen Vortrag nennen soll, der ihm im kommenden Jahr besonders am Herzen liegt, dann vielleicht den am 11. Januar von Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes, mit dem Titel "Der Untergang der Sonne". Es sei seit vielen Jahren Tradition, dass Syndram den ersten Vortrag im neuen Jahr hält. 150 Interessenten hätten sich dafür bereits angemeldet. Weiteres Highlight: das Ehrensymposium anlässlich des Todestages von Manfred v. Ardenne am 26. Mai im Dresdner Congress Center. Zum Podiumsgespräch "Leuchttürme gestern - heute - morgen" haben sich auch Dresdens ehemaliger Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer und Dirk Hilbert (FDP), der jetzige Wirtschaftsbürgermeister, angekündigt.

127 Mitglieder zählt das Urania-Vortragszentrum im Moment. "Sie sind zwischen Mitte 40 und 95 Jahre", gibt Karl-Heinz Kloppisch Auskunft. 30 Euro pro Jahr kostet die Mitgliedschaft im Verein. Dass die Urania-Vorträge Wissenswertes u.a. aus Kunst, Medizin, Regionalgeschichte und Technik bieten, hat sich auch jenseits des Vereins längst herumgesprochen: "Immerhin sind etwa zwei von drei Besuchern keine Vereinsmitglieder", sagt Kloppisch. Sie zahlen einen Euro mehr pro Veranstaltung. Die Kosten für die Exkursionen und Bildungsreisen hingegen würden sich nicht unterscheiden, so der Urania-Chef.

Kontakt: Strehlener Straße 14, Tel.: 4277911, www.urania-vortragszentrum.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.12.2014

Katrin Richter

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