Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Google+
Preise für Häuser und Wohnungen in Dresden werden weiter steigen

Immobilien Preise für Häuser und Wohnungen in Dresden werden weiter steigen

Die Ostsächsische Sparkasse geht in einer Marktanalyse von weiter steigenden Immobilienpreise in Dresden aus. Bei den Mieten konstatiert die Analyse dagegen für den Jahresanfang Stagnation.

Die Ostsächsische Sparkasse geht in einer Marktanalyse von weiter steigenden Immobilienpreise in Dresden aus.
 

Quelle: dpa-tmn

Dresden.  Der Trend zum Wohneigentum boomt in Sachsen ungebrochen. Das geht aus einer Immobilienmarktanalyse der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD) hervor. Das Institut geht von einer weiteren Verteuerung von Grundstücken und Wohnungen aus. Bei den Mieten konstatiert die Analyse für den Jahresanfang dagegen Stagnation.

Historisch niedrige Zinsen und „vielerorts immer noch günstige Immobilienpreise“ ermöglichten heute breiten Bevölkerungsschichten, Wohneigentum zu erwerben. Belegt werde das auch durch Bilanzzahlen der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Allein im letzten Jahr stieg die Anzahl von Neuzusagen für private und gewerbliche Baufinanzierungen um 23 Prozent und erreichte 656,6 Millionen Euro, resümierte das Institut.

Dass es dabei nicht um einfache Entscheidungen geht, macht Vorstandsmitglied Ulrich Franzen deutlich. „Dresden weist einen durchaus differenzierten Immobilienmarkt aus.“ So lägen beispielsweise die Spannen für den Quadratmeterpreis beim Kauf von Bestandswohnungen zwischen 1199 und 2760 Euro. Eine Differenz von 1561 Euro pro Quadratmeter.

Die teuersten Wohnungen werden in Loschwitz gehandelt.

Die teuersten Wohnungen werden in Loschwitz gehandelt.

Quelle: Marktbericht OSD

„Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien hat dem Markt kräftige Impulse gegeben“, erläutert Franzen. So wurde im letzten Jahr nicht nur deutlich mehr Wohneigentum in Dresden erworben auch die Kaufpreise zogen im Jahresvergleich an. Bei Bestandswohnungen verzeichnet das Kreditinstitut bei seiner Analyse beispielsweise ein Plus von 7,8 Prozent, bei Häusern gar ein Plus von 24,6 Prozent. „Die Preise werden weiter steigen“, ergänzte Unternehmenssprecher Andreas Rieger auf DNN-Anfrage.

Der Bericht bekräftigt damit die Einschätzungen anderer Immobiliendienstleister, die ebenfalls teilweise stark steigende Preise bilanziert haben. Der 80-seitige Analysebericht „Immotion“, der jetzt in den Filialen zu bekommen ist, enthalte neben Tipps für den Kauf und Verkauf von Wohnungen oder Häusern auch Informationen über die Entwicklung am Dresdner Immobilienmarkt.

Trotz starker Bautätigkeit übersteige in einigen Vierteln die Nachfrage das Angebot. „Loschwitz, Blasewitz, Bühlau oder Innere Neustadt sind sehr gefragt, dort ist nur schwer etwas zu finden“, sagt der Sparkassen-Vorstand. Dresden biete jedoch attraktive Alternativen – etwa die Friedrichstadt. „Spannend sind auch die Südvorstadt und Plauen. Und auf der anderen Flussseite Klotzsche, Mickten und Pieschen“, so Franzen.

Der Wohnmarktbericht wird vom iib Dr. Hettenbach Institut (iib-Institut) erhoben, einem unabhängigen Analysehaus mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im Immobilienmarkt. Basis der Erhebung seien Angebote auf allen relevanten Internetportalen während der vergangenen 24 Monate. Die Angebotspreise seien statistisch so bereinigt, dass sie tatsächlich gezahlten Summen entsprechen.

Die teuersten und günstigsten Stadtteile

Im März 2017 erwiesen sich Loschwitz, Neustadt und Blasewitz als die im Schnitt teuersten Stadtteile. So lag der Wohnungspreis in Loschwitz bei 2760 Euro, 21,1 Prozent als ein Jahr davor und 53,6 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Güntstiger sieht es Pieschen, Schönfeld und Weißig aus. Für Weißig gibt der Bericht einen Preis von 1199 Euro pro Quadratmeter an, 3,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist und 16,5 Prozent über dem Wert von vor fünf Jahren. Der Durchschnitt in der gesamten Stadt lag im März 2017 bei 1724 Euro, 7,8 Prozent mehr als vor 12 Monaten und 42 Prozent über dem Wert von vor fünf Jahren.

Bei Häusern liegen die Quadratmeterpreise ebenfalls in Blasewitz (2935 Euro) und Loschwitz (2818) sowie in Leuben (2644 Euro) am höchsten. Mit 81,2 Prozent war der Anstieg in Blasewitz in den vergangenen fünf Jahren am höchsten. Cossebaude/Mobschatz/Oberwartha (2143 Euro), Langebrück (1997 Euro), Schönfeld/Schullwitz (1931 Euro) liegen hier am unteren Ende der Skala. Die Steigerungen in den vergangenen fünf Jahren liegen aber auch in diesen Regionen bei 66,7 Prozent, 36,7 und 58,6 Prozent.

Für Mieter sind Loschwitz (8,00 Euro), Neustadt (7,60 Euro) und Plauen das teuerste Pflaster. Die Mieten legten hier 2016 zwischen 3,0 Prozent (Neustadt) und 7,7 Prozent (Plauen) zu. Seit Ende 2011 stiegen die Mieten in Loschwitz um 16,4 Prozent, in der Neustadt um 26,7 und in Plauen um 26,0 Prozent. Am günstigsten sind Mieten in Schönfeld/Schullwitz (6,41 Euro), Leuben (6,39 Euro) und Prohlis (6,02 Euro). In den letzen fünf Jahren stieg die Miete aber auch in Prohlis um 10,9 Prozent, in Leuben um 16,2 und in Schönfeld/Schullwitz um 30,3 Prozent. Der Mieten-Durchschnitt liegt nach der Sparkassen-Analyse derzeit bei 7,00 Euro. Das sind 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr und 21,7 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Interessant daran ist eine Stagnation Anfang dieses Jahres. Für das 1. Quartal errechneten die Experten einen durchschnittlichen Anstieg von 0,0 Prozent. Dies könnte darauf hindeuten, so hieß es, dass die Phase des erheblichen Anstiegs zu Ende gehen könnte. In den letzten fünf Jahren lag die jährliche Steigerung bei 4 bis 5 Prozent im Schnitt. Während in der Altstadt und der Neustadt die Mieten im ersten Quartal anstiegen (1,1 Prozent), gingen sie in Cossebaude und Altfranken mit minus 0,4 und minus 2,1 Prozent zurück. In Klotzsche, Loschwitz und Blasewitz gab es gar keine Preisbewegung.

Von Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
07.10.2017 - 21:14 Uhr

Das ist die wohl verrückteste Szene der WM-Qualifikation: Beim Spiel zwischen Belgien und Bosnien-Herzegowina sieht Dynamo-Dresden-Profi Haris Duljevic zweimal die Gelbe Karte - fliegt aber nicht vom Platz.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.