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Lokales Praktisch erprobte Demokratie
Dresden Lokales Praktisch erprobte Demokratie
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13:00 05.09.2018
Symbolbild Quelle: dpa
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Dresden

Die Freie Evangelische Schule (FES) im Dresdner Stadtteil Seidnitz will ihren Schülern demokratische Prozesse vermitteln – indem sie diese selbst praktizieren lässt. Dazu hat die Einrichtung an der Hausdorfer Straße 4 das Projekt „Du bist die Wahl“ gestartet. Gestern ist es angelaufen. Alle 294 Oberschüler waren eingeladen, einen Schülerrat zu wählen. Der soll noch mehr Mitbestimmungs- und Beteiligungsmöglichkeiten erhalten.

Kandidieren konnten für dieses Gremium Schüler ab Klassenstufe sieben. Zu­vor bekamen sie die Möglichkeit, richtig Wahlkampf zu führen, sich zum Beispiel mit Wahlplakaten oder einer Wahltour zu präsentieren. Verkündet wurden die Er­gebnisse am frühen Nachmittag auf einer Wahlparty.

Ziel des Projektes ist es, einen Wahlvorgang mit Wahlordnung und allen da­für erforderlichen Mitteln praktisch erlebbar und somit besser verständlich zu machen, wie eine Sprecherin sagte. Dies solle das Interesse der Schüler wecken, ihre demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten im Schulalltag und letztlich auch in der Gesellschaft wahrzunehmen.

Sich Engagieren und mitgestalten

Möglich wird das, indem alle Schülerinnen und Schüler der Oberschule die Rechte und Aufgaben der gewählten Schülervertretung ihrer Schule und damit ihre konkreten Mitwirkungsmöglichkeiten kennenlernen. Sie bekommen damit die Möglichkeit, sich zu engagieren, können mitgestalten und ihre Gaben in den Schulalltag einbringen.

An den Schülerrat können sich alle an der Einrichtung lernenden Mädchen und Jungen wenden. Er vertritt ihre Interessen gegenüber der Schulleitung und im Schulbeirat. Ein weiterer Effekt: In dem Gremium lernen sich die Schüler untereinander besser ken­nen und arbeiten zu­sammen an ge­meinsamen Projekten, für die sie auch ei­gene Ideen entwickeln sollen.

Die FES ist 1993 gegründet worden, zunächst als Grundschule. 2003 zog sie in eine 1973 errichtete Plattenbauschule um. Neben der ließ die Schule sich 2014 von einer Siegener Baufirma in zehn Monaten für rund elfeinhalb Millionen Euro einen Neubau errichten.

45 Lehrer an Ober- und Grundschule

In der Grundschule lernen derzeit 290 Schüler, in der Oberschule 294. Etwa die Hälfte von ihnen kommt aus konfessionslosen Familien. An Schulgeld zahlen El­tern für ein Kind in der Grundschule monatlich 85 Euro, in der Oberschule 100 Euro. Die Schule finanziert sich zu etwa 70 Prozent aus den Kostensätzen des Freistaates, zu 25 Prozent vom Elterngeld und zu fünf Prozent aus Spenden. Unterrichtet werden die Schüler von insgesamt 45 Lehrern, wobei etwas mehr als die Hälfte von ih­nen in der Oberschule beschäftigt sind.

Auch ein Hort und eine Kindertagesstätte gehören zu dieser Einrichtung. Es ist eine staatlich anerkannte Schule. Deren Konzept basiert auf christlichen Werten. Die werden nicht nur bei Morgenkreisen, Andachten und Schulgottesdiensten vermittelt, sondern auch in der Praxis des Schulalltags. Dazu gehören et­wa Respekt und Wertschätzung. Praktisch umgesetzt werden sie vor allem in der Atmosphäre und im Umgang mit Konflikten. Lehrer agierten zum Beispiel auch als Sozialpädagogen.

Die Schule stellt sich vor mit einem Tag der offenen Tür am 13. September, 17 Uhr.

Von Tomas Gärtner

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