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Lokales Präsident des EU-Parlamentes spricht auf Dresdner Demokratiekongress
Dresden Lokales Präsident des EU-Parlamentes spricht auf Dresdner Demokratiekongress
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12:54 16.06.2016
Präsident des EU-Parlamentes, Martin Schulz Quelle: dpa
Dresden

Martin Schulz, der Präsident des EU-Parlamentes, wird noch in diesem Jahr eine Rede zum Umgang mit Rechtspopulismus auf dem Dresdner Kongress "2gather" halten. Anfang Oktober lädt der Verein „Straßengezwitscher“ zu der Veranstaltung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein.

 Beim Kongress geht es um die Rolle von Gesellschaft, Kunst, Journalismus und Politik im Umgang mit rechtsradikalen Bewegungen. Dabei sollen laut Veranstalter Experten der genannten Bereiche mit interessierten Bürgern zusammengebracht werden, um sich gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren.

 Der Veranstaltungsort Dresden wurde auch aufgrund der Zunahme fremdenfeindlicher Proteste im sächsischen Raum gewählt. Dennoch seien die vermehrten Erfolge rechtspopulistischer Bewegungen kein ostdeutsches Problem. Die Entwicklung innerhalb Deutschlands folgt einem europaweiten Trend des Erstarkens rechtsradikaler Parteien. Aus diesem Grund freuen sich die Veranstalter besonders über die Zusage von Martin Schulz, der sich auf dem Kongress zur Problematik äußern wird.

 In verschiedenen Workshops werden außerdem Projekte vorgestellt, die gegen Fremdenfeindlichkeit vorgehen. Gemeinsam sollen dabei Methoden und Ideen zur Verwirklichung entwickelt werden. Anschließend soll es eine Diskussion zur Bedeutung des Rechtsdruckes für Deutschland und Europa, sowie über eine mögliche Erfolgsstrategie im Umgang mit rechtspopulistischen Anfeindungen geben.

 Mit dem Kongress wollen die Gründer von Straßengezwitscher den Startpunkt für die künftige Ausrichtung von Veranstaltungen zur Förderung des demokratischen Staatswesens markieren. Die Anfänge des Vereins liegen im Twitter-Kanal @streetcoverage, der im März 2015 ins Leben gerufen wurde. Seitdem erregten die Dresdner Johannes Filous und Alexej Hock viel Aufsehen mit ihren Livetickern zu fremdenfeindlichen Kundgebungen, wie in Freital, Heidenau oder Dresden.

jbü

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