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Polizeipräsident: Dresden ist eine sichere Stadt

Anzahl der Straftaten ist angestiegen Polizeipräsident: Dresden ist eine sichere Stadt

Die Zahl der Straftaten in Dresden ist angestiegen. Rund 59.200 Verbrechen mussten die Dresdner Polizisten im abgelaufenen Jahr erfassen, gab Polizeidirektor Horst Kretzschmar bei der Info-Veranstaltung „Sicher Leben in Dresden“ bekannt, zu der die SPD ins Stadtmuseum geladen hatte.

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Symbolbild
 

Quelle: imago stock&people

Dresden. Die Zahl der Straftaten in Dresden ist angestiegen. Rund 59 200 Verbrechen mussten die Dresdner Polizisten im abgelaufenen Jahr erfassen, gab Polizeidirektor Horst Kretzschmar bei der Info-Veranstaltung „Sicher Leben in Dresden“ bekannt, zu der die SPD ins Stadtmuseum geladen hatte. Das sind mehr als 2015 (56 555), aber weniger als 2014 (61 295). Kretzschmar spricht daher von einer stabilen Lage – die Zahl der Straftaten habe sich mit einem Ausschlag von 2000 nach oben oder unten bei etwa 58 000 eingepegelt. Eine Interpretation der Statistik, die nicht allen gefiel. Einer der etwa 120 Gäste im Publikum, der „montags häufig demonstrieren geht“, wie er über sich selbst sagte, verließ die Veranstaltung unter Protest.

Gründe dafür haben wohl auch die weiteren Ausführungen des Polizeipräsidenten geführt, die sich nicht in das einfache Denkschema einfügen lassen, dass bei Pegida-Demonstrationen gebetsmühlenartig wiederholt wird: Zuwanderung bedeutet Kriminalitätsanstieg. In der Realität ist dagegen laut Polizeistatistik die Anzahl der Diebstähle auf rund 26 000 Fälle zurückgegangen, ein Minus von etwa 1000 Fällen. Egal ob bei Einbrüchen, Auto- oder Fahrraddiebstählen – überall sinken die Vorfälle. „Die objektiven Zahlen sprechen eine andere Sprache, das muss man akzeptieren“, sagt Kretzschmar.

Für zwei Bereiche gilt das allerdings nicht. Bei der Gewaltkriminalität wurden 2016 rund 1400 Straftaten registriert, 200 mehr als im Vorjahr. Außerdem habe es 2016 rund 300 Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben, „ein leichter Anstieg“, wie Kretzschmar sagt. Laut Opferanwältin Anca Kübler komme die ganz überwiegende Anzahl der Täter entgegen anderslautender Vermutungen nach wie vor aus dem familiären Umfeld oder des Bekanntenkreises der Opfer.

Diffuser sieht es bei der Drogenkriminalität aus. In dem Bereich steigen die Fallzahlen immer dann an, wenn man die Polizei ihre Bemühungen verschärft, wie Polizeipräsident Kretzschmar meint, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Er sieht Schwerpunkte nach wie vor auf dem Wiener Platz und in der Äußeren Neustadt. „Da braucht es einen langen Atem“, sagt er. 2016 fanden 27 Razzien am Hauptbahnhof statt. „Und da trifft man mehr oder weniger immer dieselben“, sagt Kretzschmar. Inzwischen können man eine gewisse Verdrängung beobachten. Zum Einen an die Freifläche beim Rundkino an der St. Petersburger Straße. Zum anderen an die Bürgerwiese, wo der Schulleiter des nahen Gymnasiums der Polizei einen Hinweis gegeben hat. Zivilfahnder der Polizei waren daraufhin in den vergangenen vierzehn Tagen vor Ort und haben wenig gefunden. Das könne auch an den kalten Temperaturen gelegen haben, meint Polizeisprecher Marko Laske. „Wir bleiben dran.“ In jedem Fall könne nicht davon die Rede sein, dass sich ähnlich viele Dealer auf der Bürgerwiese rumtreiben, wie es zuvor auf dem Wiener Platz taten, bekräftigt Kretzschmar.

Er zieht auch ein Fazit unter seine statistischen Betrachtungen. Dresden sei nach wie vor „eine sichere Stadt, eine lebenswerte Stadt“. „Sie können hier tags und nachts spazieren gehen“, sagt er. Der Dresdner SPD-Fraktionschef Christian Avenarius bewertet den Gesprächsabend als vollen Erfolg. Es werde weitere Veranstaltungen dieser Art zum Thema Sicherheit geben, vielleicht auch in den Stadtteilen, kündigt er an.

Von Uwe Hofmann

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