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15:22 13.09.2018
Der 80 Meter lange Neubau entlang der Freiberger Straße soll so aussehen. Quelle: Krystian M. Bolavec
Dresden

Auf der Freiberger Straße direkt an der Tharandter Straße rollen die Bagger. „Nächstes Jahr im Dezember sollen die ersten Mieter einziehen“, erläutert Friedbert Kristan, Geschäftsführer der Dresdner Gewerbehofgesellschaft (DGHG), an der die Landeshauptstadt zu 51 Prozent beteiligt ist. Kristans Mieter sind kleine und mittelständige Unternehmen, die Flächen in einen 80 Meter langen dreigeschossigen Kopfbau entlang der Freiberger Straße oder in der dahinter liegenden Halle Mieten können.

Das Angebot beginnt bei 24 Quadratmetern im Kopfbau und 80 Quadratmetern in der Halle. Nach oben sind dank flexibler Raumzuschnitte fast keine Grezen gesetzt. „Wir haben bereits mehrere Anfragen von Unternehmen aus dem Fertigungsbereich“, erklärt der Geschäftsführer. In wenigen Wochen soll die Bodenplatte gegossen werden. Die Grundsteinlegung ist für 22. November geplant.

Vier Millionen Euro investiert das städtische Beteiligungsunternehmen in den Neubau, in dem insgesamt rund 2600 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen werden. „Sogar die Anschrift steht schon fest: Freiberger Straße 114“, erklärte Kristan, der den Fortschritt der Bauarbeiten bequem von der Terrasse aus verfolgen kann. Der1999 eingeweihte DGHG-Gewerbehof Löbtauer Straße befindet sich nur einen Steinwurf vom Neubau entfernt.

„Wir haben schon lange das Ziel verfolgt, diesen traditionellen Gewerbestandort wiederzubeleben“, sagte Robert Franke, Amtsleiter Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung. Auf dem Areal stand ursprünglich eine Tafelglashütte, die später von Siemens zum Glaswerk ausgebaut wurde. Zu DDR-Zeiten hatte das Glaswerk bis zu 7000 Beschäftigte. 1991 kam das Aus, auch benachbarte Betriebe wie ein Bereich des Elektromotorenwerks mussten schließen. Das Gelände verfiel.

Rund 6,8 Millionen Euro hat die Landeshauptstadt in Grunderwerb und Erschließung des Gewerbeparks investiert, erklärte Franke. 3,85 Millionen Euro wurden über Förderprogramme zur Brachflächenrevitalisierung und Stadtentwicklung gefördert. Den Eigenanteil von rund drei Millionen Euro will die Stadt über Flächenverkäufe und Gewerbesteuereinnahmen refinanzieren, kündigte der Amtsleiter an.

Der Gewerbepark ist rund vier Hektar groß, wobei zwei Hektar bebaut werden können. Neben der Fläche für den DGHG-Neubau sind drei weitere Gewerbegrundstücke entstanden. „Für eines laufen bereits Kaufverhandlungen mit einem Interessenten. Die anderen beiden kommen jetzt in die Vermarktung“, so der Amtsleiter. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen sei dank des wirtschaftlichen Aufschwungs ungebrochen. „Wir müssen immer neue Standorte entwickeln, um die Interessenten bedienen zu können.“

Die Verwaltung habe die richtigen Prioritäten gesetzt und 18 Millionen Euro für Gewerbeflächenankäufe sowie 28 Millionen Euro für konkrete Projekte in den Doppelhaushalt 2019/2020 eingestellt. „Wir haben gute Projekte wie den Wissenschaftsstandort Ost entwickelt und sind insgesamt gut aufgestellt“, findet der Amtsleiter.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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