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Lokales Plastikmüll schmelzen in der Kunststoffschmiede
Dresden Lokales Plastikmüll schmelzen in der Kunststoffschmiede
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11:43 02.05.2018
Ab 20 Uhr können die Teilnehmer selbst mitgebrachtes Plastik – Tüten zum Beispiel oder Flaschen – schreddern, schmelzen und mit ihren eigenen Händen in neue Formen bringen. Quelle: dpa
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Dresden

 Plastikflaschen oder bunte Tüten – wer in der Stadt vor die Haustür tritt wird mit den Folgen der Wegwerfgesellschaft konfrontiert. Mit der neuen Kunststoffschmiede will der Verein Konglomerat dem Problem kreativ mit Recycling entgegentreten. Zum Beispiel mit einer Maschine zum Plastik schmelzen.

Am 2. Mai startet das Recycling-Projekt in den Räumen des Zentrums für Baukultur im Kulturpalast. Um 17.30 Uhr öffnet das Zentrum für Besucher. Ab 18 Uhr führt die Tanzkompanie „go plastic“ eine Choreografie auf. Anschließend sprechen verschiedene Referenten über die Folgen unseres Plastikkonsums. Ab 20 Uhr können die Teilnehmer selbst mitgebrachtes Plastik schreddern, schmelzen und mit ihren eigenen Händen in neue Formen bringen.

Offene Werkstatt Mittwoch 17 Uhr

Unter dem Motto „#Nutzstoffe“ ist die Kunststoffschmiede an ihrem Stammplatz im Rosenwerk an der Jagdstaße 1-3 künftig in Betrieb. In Workshops können Interessierte Recycling-Grundlagen erlernen und Menschen aus der Umgebung aus ihrem Plastikmüll zum Beispiel neue Lineale oder Wäscheklammern fertigen. Gleichzeitig wollen die Projektmacher mit der Kunststoffschmiede als Entwicklungslabor und offenen Werkstatt herausfinden, wie Materialkreisläufe in der Stadt funktionieren und Ressourcen klimaschützend eingesetzt werden können.

Die Kunststoffschmiede ist auch Teil der internationalen „Precious Plastic Community“. Hierdurch sollen die Ergebnisse des Reallabors international bekannt und nutzbar gemacht werden. So wurde beispielsweise schon eine Form für Lineale gefertigt und nach Südamerika exportiert.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und verschiedene Unterstützer fördern das Projekt. Die offene Werkstatt findet jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr im Rosenwerk in der „Halle Zwo“ statt. Mehr Informationen sind unter www.konglomerat.org verfügbar.

Von Tomke Giedigkeit

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