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Lokales Plastic Logic aus Dresden entwickelt digitale Fahrpläne für Bus und Bahn
Dresden Lokales Plastic Logic aus Dresden entwickelt digitale Fahrpläne für Bus und Bahn
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23:23 09.09.2015

Entsprechende "digitale Schilder" entwickeln derzeit die französische Ingenieurfirma "Serelec" und das englisch-deutsche Unternehmen "Plastic Logic" (PL).

Kernstück der "Zero Energy Displays" (ZED) sind Kunststoff-Bildschirme im A4-Format, die PL in seinem Dresdner Werk fertigt. Je zwei dieser Displays werden in Metall gefasst, wegen des geplanten Außeneinsatzes mit Temperaturelektronik sowie mit Handy-Funk-Modulen versehen, über die die jeweilige Bus- oder Metro-Zentrale aktuelle Infos drahtlos an alle Haltestellen im Netz verteilen kann. Die digitalen Schilder sollen weniger als einen Zentimeter dick sein und Temperaturen zwischen -15 und +50 Grad Celsius aushalten. Außer zum Einspiel neuer Daten benötigen die Schilder keine Stromzufuhr, da die PL-Bildschirme Bilder und Texte selbstständig halten.

Prototypen der neuen ZEDs wollen die Partner ab morgen auf der Messe "Integrated Systems Europe Show" (ISE 2013) in Amsterdam vorstellen. Die ersten digitalen Schilder sollen im zweiten Quartal 2013 ausgeliefert werden.

Elektronische Fahrgast-Infos gibt es zwar schon in vielen Städten, diese sind allerdings meist recht aufwendig und verbrauchen einige Energie. Zudem können sie meist nur wenige Infos anzeigen, während die PL-Displays 150 Punkte pro Zoll und damit sowohl längere Texte wie auch Bilder darstellen können.

Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) sind interessiert an der PL-Entwicklung, wie Sprecher Falk Lösch betonte. Derzeit teste das Unternehmen digitale Fahrpläne alternativer Anbieter auf Basis von LCD-Folien-Bildschirmen, die auch bei einem Stromausfall weiter Daten anzeigen. Diese Testgeräte sind unter anderem am Haltepunkt Strehlen, am Endpunkt Laubegast und an einer Bushaltestelle am Trachenberger Platz. "Wir unternehmen damit Langzeit-Tests, denn es geht ja nicht nur um die Funktion der Displays selbst, sondern auch um solche Fragen wie Temperaturbeständigkeit und Vandalismus", sagte Lösch. Einen Test mit der PL-Technik könne er sich gut vorstellen.

PL hatte in der Vergangenheit vergeblich versucht, mit eigenen ePapier-Lesegeräten auf der Basis seiner flexiblen Kunststoffbildschirme auf dem Markt Fuß zu fassen. Weil dies nicht gelang, möchte das Unternehmen nun neue Anwendungsfelder und Kunden für seine Displays finden - die digitalen Haltestellen-Aushänge gehören zu den ersten konkreten Projekten seit der Restrukturierung des Unternehmens.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2013

Heiko Weckbrodt

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