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Lokales Planänderung an der Albertbrücke – Bögen über der Elbe werden später saniert
Dresden Lokales Planänderung an der Albertbrücke – Bögen über der Elbe werden später saniert
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07:00 31.08.2018
An der Unterseite der Albertbrücke gibt es für die Bauleute noch einiges zu tun. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Planänderung an der Albertbrücke: Bereits seit einigen Wochen lässt die Stadt dort die Unterseite der Brückenbögen aufmöbeln – und hat nun den ei­gentlich angedachten Bauablauf über den Haufen geworfen. Die aufwendige Sanierung der Bögen in der Brückenmitte im Bereich über der El­be wird auf nächstes Jahr verschoben, stattdessen kommen die Bögen auf der Neustädter Uferseite früher an die Reihe. Grund für die Änderungen sind offenbar Verzögerungen beim Aufbau der ungewöhnlichen Konstruktion, mit der die Bauleute den Bögen über der Elbe zu Leibe rücken wollen.

Vor zwei Jahren hatte die Stadt bereits große Teile der Albertbrücke für etwa 21 Millionen Euro auf Vordermann bringen lassen – die Unterseite der Bögen allerdings bewusst ausgeklammert. Denn die bei der Sanierung neu gegossenen Brückenteile mussten erst einmal richtig austrocknen. Das davon ablaufende Wasser hätte den Sandstein an der Unterseite sonst gleich wieder zugesetzt. Die äußerliche Hülle an der Unterseite der Bögen soll nun Schritt für Schritt bis Mitte 2019 hergerichtet werden. An den Sandsteinen hängen Kalkablagerungen, Risse und Löcher müssen beseitigt werden.

Vor drei Monaten hatten die Ar­beiten auf der Altstädter Seite begonnen. In den Bögen eins und drei ist die Sanierung im sogenannten Scheitel bereits abgeschlossen, gegenwärtig werden die Arbeiten im zweiten Bogen vorbereitet. Eine Herausforderung sind die von der Altstädter Seite aus gesehenen Bögen vier und fünf. Die waren im Krieg zerstört und 1945 mit Beton und Betonstahl von geringerer Qualität wieder aufgebaut worden.

Kopfzerbrechen hatte den Planern aber in den vergangenen Tagen offenkundig viel mehr die angedachte Sanierung der Brückenbögen bereitet, die sich direkt über der Elbe befinden. Während sich un­ter die Bögen im Uferbereich problemlos ein Gerüst stellen lässt, mussten sich die Ingenieure für den Mittelteil vorab etwas anderes einfallen lassen. Denn ein Gerüst einfach ins Wasser stellen – allein mit Blick auf die Schifffahrt nicht möglich.

Die Lö­sung ist indes ein Fahrzeug, das über ei­nen langen Arm von der Brückenoberseite um die Brüstung herum eine Arbeitsbühne unter die betreffenden Bö­gen klappen kann. Eigentlich sollte die Technik schon jetzt im August aufgebaut werden, die Sanierung der Bögen längst starten. Doch die Planung für die un­ge­wöhnliche Konstruktion ist noch nicht ab­geschlossen. Frühestens bis Ok­tober könnte das Hängegerüst einsatzbereit auf­­gebaut sein, heißt es aus dem Rathaus.

Allerdings, so die Bedenken, könnten bereits im Oktober „ungünstige Bedingungen auftreten, die Arbeiten unmöglich machen“, heißt es aus dem Rathaus. Da das Hängegerüst sowohl eine Einschränkung für die Wasserstraße Elbe als auch für den oben auf der Brücke fließenden Verkehr ist, wird ein zügiger Bauablauf angestrebt, so die Verwaltung. Deshalb hat das Straßen- und Tiefbauamt ent­schieden, „die Arbeiten über der Elbe erst im März 2019 zu beginnen und bis Juli abzuschließen.“ Im Gegenzug soll die Sanierung der Brückenbögen auf der Neustädter Elbseite vorgezogen werden.

Neben den 14 Bögen lässt die Stadtverwaltung in den nächsten Monaten auch das Umfeld der Brücke auf der Neustädter Seite herrichten. Der Pavillon wird erneuert, die Radwege werden neu asphaltiert. Insgesamt sind für die Arbeiten nach An­gaben der Stadtverwaltung etwa 2,6 Millionen Euro eingeplant.

Von Sebastian Kositz

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