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Lokales Pläne für Kita-Internetportal der Stadt werden zurechtgestutzt
Dresden Lokales Pläne für Kita-Internetportal der Stadt werden zurechtgestutzt
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20:06 09.09.2018
Symbolfoto. Quelle: dpa
Dresden

Die Stadt muss das geplante Kita-Portal im Internet abspecken. Im Jugendhilfeausschuss wurden die bisherigen Pläne der Verwaltung auf dessen jüngster Sitzung gestoppt.

Das Portal („eKita“) soll zunächst auf die Bereiche Platzanmeldung, Verwaltung von Einrichtungen und Tagespflegestellen, das Management von Betreuungsverträgen und Betreuungszeiten, die Beitragsrechnung und die Bedarfsermittlung für die Bedarfsplanungen beschränkt werden. Das hatten die Stadtverwaltung in ihrem Entwurf als „Muss“ kategorisiert.

Gleichzeitig hatten sich die Verwaltungsmitarbeiter weitere Funktionen gewünscht: zum Beispiel ein automatisiertes Management der Landeszuschüsse sowie die Abrechnung entgangener Beiträge für freie Träger und für Fremdgemeindekinder. Als „optional“ galten Funktionen für die Kitaverwaltung oder die Sozialverwaltung für Kindertagespflegepersonen.

Diese Verwaltungskomponenten werden nun zunächst ausgeklammert. Sie waren bei verschiedenen Stadträten auf Ablehnung gestoßen, vor allem im Finanzausschuss, der das letzte Wort hat und wahrscheinlich am Montag entscheiden wird. Dort wurde auch kritisch gesehen, dass mit dem Projekt weder Einsparungen beim Personal noch bei den Finanzen vorgesehen seien. Die Verwaltung kalkuliert für die Einführung des Portals bislang mit etwa 1,9 Millionen Euro in den Jahren 2019 und 2020. Im Finanzausschuss drohte deshalb das Scheitern der gesamten Vorlage.

Die Leiterin des Kita-Eigenbetriebs Sabine Bibas bewertete die Entwicklung in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses kritisch. „Ich bin verwundert“, sagte sie. Die Pläne hätten der bisherigen Beschlusslage entsprochen – beispielsweise in der Arbeitsgruppe aus Fachleuten von Verwaltung und freien Trägern im Kita-Bereich. Außerdem sei immer schon darauf hingewiesen worden, dass ein am Markt etabliertes System erworben werden soll. Kritiker hatten der Stadt vorgeworfen, sie strebe eine Eigenentwicklung an, anstatt auf System zurückzugreifen, die sich in anderen Kommunen schon bewährt hätten.

Die Ausschreibung werde nun auf die Muss-Komponenten beschränkt, hieß es am Freitag bei der Stadt. Damit könnten alle für Eltern und Träger wichtigen Online-Dienste abgedeckt werden. Für die übrigen Komponenten würden nun „gesonderte Lösungen erarbeitet“.

Carsten Schöne, der für den paritätischen Wohlfahrtsverband im Jugendhilfeausschuss sitzt und auch der eKita-Arbeitsgruppe angehörte, spielte den Ball jedoch zurück. Der ursprüngliche Auftrag sei gewesen, ein Anmeldungs- und Vermittlungssystem im Internet zu schaffen. Im Laufe der Zeit seien jedoch immer mehr Begehrlichkeiten der Verwaltung dazugekommen. In den Kategorien „Soll“ und „Optional“ gehe es im wesentlichen um Software-Lösungen für das Kita-Amt und den Kita-Eigenbetrieb, der die städtischen Kindereinrichtungen verwaltet. „Das ist aber nicht unsere Sache“, sagte Schöne. Für die Ausstattung der Ämter müsse der OB sorgen, wenn es dafür Bedarf gebe. Mit der Reduzierung könne es auch wesentlich billiger sein. Mit den am Markt erprobten Systemen seien Kosten von etwa 300 000 Euro denkbar, sagte Schöne, der einen Start im Herbst 2019 für realistisch hält.

Von Ingolf Pleil

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