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Lokales Pirnaischer Platz: Dresdner Verein will Kaiserpalast wieder aufbauen
Dresden Lokales Pirnaischer Platz: Dresdner Verein will Kaiserpalast wieder aufbauen
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21:18 04.10.2017
So sah der Kaiserpalast aus.  Quelle: Archiv
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Dresden

 Die Initiative StadtbilDD fordert, eine Rekonstruktion des ehemaligen Kaiserpalastes am Pirnaischen Platz zu prüfen. Ein Gebäude in dieser extravaganten, anspruchsvollen Formsprache wäre geeignet, einen imposanten, mutigen Akzent im Sinne einer entideologisierten Stadtreparatur zu setzen, erklärte Robert Berger, Vorsitzender der Initiative. Als Pendant zum trutzigen Bau des Polizeipräsidiums könne hier etwas Einmaliges entstehen, was in seiner verspielten, beeindruckenden Ausdrucksweise eine stadtbildprägende und selbstbewusste Strahlkraft entfalten könne.

Der Pirnaische Platz ist eine städtebauliche Katastrophe, findet die Initiative StadtbilDD. Sie fordern eine Rekonstruktion des Kaiserpalastes. Hier finden Sie die ersten Skizzen. 

Das neobarocke Geschäftshaus „Kaiserpalast“ wurde zwischen 1895 und 1897 auf der Nordseite des Pirnaischen Platzes errichtet. Das Gebäude verfügte über fünf Geschosse und wurde von einem Turm gekrönt. Bei den Bombenangriffen 1945 wurde es zerstört, die Reste wurden 1951 abgerissen.

So sah der Kaiserpalast früher aus. Quelle: Archiv

Berger will die Debatte aber nicht auf einzelne Gebäude lenken, sondern auf das gesamte Ensemble des Pirnaischen Platzes. Dieser sei in seiner gegenwärtigen Erscheinung lediglich als Verkehrsknotenpunkt und „Unort“ zu definieren. „Die leeren Flächen entlang der überbreiten St.-Petersburger Straße und Grunaer Straße nehmen den bedeutenden Baudenkmalen des kulturhistorischen Zentrums jeglichen Maßstab und koppeln die Pirnaische Vorstadt vom Zentrum ab“, erklärte der Vorsitzende. Die Kunst- und Kulturstadt Dresden erscheine an dieser städtebaulich sensiblen Stelle als eine zerstörte und von einem missglückten Wiederaufbau gezeichnete Stadt, in der dem Autoverkehr bei der Gestaltung der Platzanlage der Vorrang eingeräumt worden sei.

Dem Pirnaischen Platz komme mehr denn je eine Vermittlerfunktion zu, die er nur mit einem bewussten Anknüpfen an den Vorkriegszustand erhalten könne. Oberste Priorität sollte die Verkleinerung der unbebauten Flächen durch Blockrandbebauung und geschlossene Bebauung erhalten. Auf diese Weise könnten das Überdimensionierte und Maßstabslose bei der Platzgestaltung korrigiert werden. Der Platz benötige eine neue Fassung mit anspruchsvoller regionaltypischer Architektur. Die Wiederbebauung des Mittelstreifens der St. Petersburger Straße zwischen Pirnaischem Platz und Rathenauplatz könnte die Wirkung der wenig attraktiven Verkehrsschneise abmildern.

Die Pläne der Stadtverwaltung, am Pirnaischen Platz einen weiteren Abschnitt des Promenadenrings zu schaffen, begrüßt die Initiative. Es sei sinnvoll, eine Machbarkeitsstudie für ein verkehrsplanerisches Konzept zu erarbeiten und danach ein internationales Wettbewerbsverfahren auszuloben. Die lange bestehenden Nachkriegsdefizite müssten endlich zeitgemäß gelöst werden. „Ein Mangel an planerischer Vorarbeit muss als Zeichen totaler Visions- und Anspruchslosigkeit endlich überwunden werden“, so Berger.

Erklärung des Vereins

Die Initiative forderte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf, die geplante Sanierung des Hochhauses am Pirnaischen Platz zu stoppen und Schritte für die Neugestaltung des Platzes einzuleiten. In früheren Mitteilungen hatte StadtbilDD den Abriss des Hochhauses gefordert. „Eine Sanierung des Gebäudes mit einer Verbreiterung und Erhöhung wäre der völlig falsche Ansatz. Damit wäre die Chance auf eine zeitgemäße Form der Stadtreparatur auf weitere Jahrzehnte vertan“, so Berger.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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