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Lokales Piraten fordern Mädchen für den Kreuzchor
Dresden Lokales Piraten fordern Mädchen für den Kreuzchor
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14:09 13.09.2018
Bald auch als Mädchenchor? Der Kreuzchor bei einem Auftritt im Hauptbahnhof. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Der Kreuzchor ist ein Aushängeschild von Dresden. 1371 wurde die Kreuzschule das erste Mal schriftlich erwähnt, das genaue Gründungsdatum des Knabenchores ist ungewiss. Es dürfte aber sicher sein, dass seit über 800 Jahren Jungen und junge Männer im Kreuzchor musizieren. Träger des Kreuzchors ist die Landeshauptstadt Dresden.

Der Kreisverband Dresden der Piratenpartei will nun mit der Tradition brechen. Am Wochenende haben die Piraten ihr Kommunalwahlprogramm verabschiedet. Unter den 82 Wahlzielen befindet sich auch der Punkt „Kreuzchor für Mädchen“. Darin heißt es: „Die Piraten Dresden fordern, dass nicht nur exklusiv Jungen im Kreuzchor in den Genuss einer fundierten musikalischen Ausbildung kommen. Daher muss der Kreuzchor auch einen Mädchenchor unterhalten. Beide Chöre sollen gleichwertig behandelt und finanziert werden.“

SPD-Fraktionsvorsitzende Dana Frohwieser erklärte gegenüber DNN, sie sei überrascht von der Forderung. „Ich bin mir nicht sicher, ob es dafür überhaupt einen Bedarf gibt.“ In Dresden gebe es vielfältige Möglichkeiten auch für Mädchen, sich musikalisch zu bilden. „Auf Betreiben der SPD wurde gerade erst die Musikschule Heinrich-Schütz-Konservatorium in einen städtischen Eigenbetrieb umgewandelt“, so die Sozialdemokratin. „Ich kenne auch den einen oder anderen Mädchenchor. Insofern springen die Piraten etwas kurz, zumal der Chor mit städtischen Geldern finanziert werden müsste.“

Auch mit einer anderen Forderung dürften die Piraten auf Widerstand stoßen: Unter „Position zu Windrädern“ heißt es: „Die Piraten Dresden fordern, das Verbot von Windkraftanlagen (Windräder) auf dem Stadtgebiet Dresden aufzuheben. Der Betrieb der Anlagen durch die Drewag ist zu prüfen.“

Die Piraten wollen langfristig einen fahrscheinlosen Öffentlichen Personennahverkehr für alle Einwohner der Stadt durchsetzen und in einem ersten Schritt Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren die Angebote der Dresdner Verkehrsbetriebe kostenlos zur Verfügung stellen. „Ein einfacher Altersnachweis genügt“, heißt es im Wahlprogramm.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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