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Pinguin-Café bleibt erhalten

Beschluss des Dresdner Stadtrats Pinguin-Café bleibt erhalten

Obwohl das Pinguin-Café im Dresdner Zoo keinen Denkmalstatus hat, will es die Stadt erhalten. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend mehrheitlich dafür gestimmt, das Zeugnis moderner DDR-Architektur zu demontieren und einzulagern, bis feststehe, wo es wieder aufgebaut werde.

Der Stadtrat will das Zeugnis moderner DDR-Architektur erhalten und demontiert das Pinguin-Café, um es später an anderer Stelle wieder aufzubauen.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Das Pinguin-Café bleibt erhalten. Das hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen. Das 1969 in Berlin auf der Karl-Marx-Allee errichtete Gebäude wird zwar für einen Neubau aus dem Zoo weichen müssen. Aber es wird nicht wie ursprünglich geplant abgerissen, sondern abmontiert und eingelagert. Später soll es an einer geeigneten Stelle wieder aufgebaut werden. Der Alaunpark wurde als neuer Standort für das Pinguin-Café bereits ins Gespräch gebracht. Die Kosten für die Einlagerung betragen 40 000 Euro und sollen aus Steuermehreinnahmen finanziert werden.

Wie der Wissenschaftler Martin Neubacher von der TU Dresden den Stadträten erklärte, waren Pavillonbauten in den 1960er Jahren ein städtebauliches Element. Viele von ihnen würden unter Denkmalschutz stehen. Das Pinguin-Café stehe zeugnishaft für die Architektur der DDR-Moderne. Ein Denkmal müsse nicht schön sein, sondern Zeugnis ablegen für eine Epoche. „Mit seiner Stahlrahmen-Konstruktion besitzt das Pinguin-Café Seltenheitswert“, sagte Neubacher.

Das Gebäude, das 1973 im Dresdner Zoo aufgebaut wurde, hatte keinen Denkmalstatus erhalten, weshalb sich die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen für den Erhalt stark machten. Neben der SPD stimmte auch die Fraktion FDP/Freie Bürger für den Antrag. „Solche Gebäude sollten erhalten werden, auch wenn ich kein Freund der DDR-Diktatur bin“, erklärte Jens Genschmar. Die CDU-Fraktion lehnte den Antrag ab. Mit dem Kulturpalast gebe es einen würdigen Zeitzeugen dieser Epoche, erklärte Kulturpolitikerin Christa Müller.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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