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Pieschener Eismanufaktur auf der Grünen Woche in Berlin

Eis aus Bier und Gurke Pieschener Eismanufaktur auf der Grünen Woche in Berlin

Mit 4 000 Eis am Stiel im Gepäck reiste das Team rund um Chefin Annette Nepple am Donnerstag nach Berlin, um ihren Stand für die Grüne Woche aufzubauen. Künftig will sich das Unternehmen auf die Suche nach Franchisepartnern machen.

Verkäufer und Entertainer Max Lubinsky hilft den Gästen gern bei der Zusammenstellung ihres Eisbechers.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. 4 000 Eis am Stiel sind schmelzsicher verpackt und warten bei der Grünen Woche vom 19.-28. Januar in der Messe Berlin darauf, gegessen zu werden. Die Rede ist vom Pieschener Nepple Eis. Annette Nepple ist gemeinsam mit ihrem Team nach Berlin gereist, um sich und ihre außergewöhnlichen Eiskreationen zu präsentieren. Das Ziel: Franchisepartner finden. „Wir möchten uns künftig auf die Etablierung der Marke Nepple konzentrieren. Das Eis soll in eigenen Läden verkauft werden und nicht mehr nur im Kühlregal der Supermärkte“, erklärt die Nepple-Chefin ihre Pläne.

Um sich entsprechend präsentieren zu können, haben die Mitarbeiter in der letzten Woche unentwegt Eis am Stiel produziert. Auf der Messe werden diese dann in selbst gemachte Soßen getaucht und in Toppings gewälzt. Besondere Kreationen sind beispielsweise Rosenwasser mit Rosenblüten oder eine Schoko-Chili-Soße getoppt mit Brezeln und Tortilla-Chips. Fantasie hat Annette Nepple ohne Frage. Die Schwarzwälderin kam im Mai 2008 nach Dresden. Davor betrieb sie ein kleines Café in Grimma. „Dort bot ich nahezu alles an; Mittag, Snacks, Kaffee, Kuchen und so weiter“, erzählt die gelernte Lebensmittelverkäuferin.

Weiße Schokolade und Mandarine im Winter, Gurke und Bier im Sommer

Auch Eis stand in Grimma schon auf dem Speiseplan, allerdings mit Fertigpulver und allerhand industriell hergestellten Zutaten. Das ist inzwischen anders. Annette ließ sich zur Speiseeisherstellerin weiterbilden und begann, zu experimentieren. In ihrer kleinen Manufaktur in Pieschen stellt sie sogar den Joghurt für ihr Eis selbst her, ebenso wie die meisten Soßen. Die Handarbeit steht bei Nepple an oberster Stelle. „Bei uns werden nicht nur Milch und Zucker zusammengerührt. Alles muss aufeinander abgestimmt werden und so entwickeln wir immer wieder eigene neue Rezepte“, erzählt Nepple.

Das Angebot erwartet die Kunden im Winter

Das Angebot erwartet die Kunden im Winter. Zwei bis drei Sorten variieren, der Rest ist täglich da.

Quelle: Dietrich Flechtner

Auf der Gelatissimo Messe in Stuttgart wurde Annettes Sorte „Cassis“ bereits zwei mal mit dem dritten Platz ausgezeichnet. In diesem Jahr wollen sie mit der Sorte „Fantasy“ an den Start gehen. Welche Zutaten dabei zusammenfinden, wird allerdings noch nicht verraten.

Im November vergangenen Jahres wagte Annette Neppler den nächsten großen Schritt und eröffnete ein Eiscafé an der Hans-Fromm-Straße. Gewagt um diese Jahreszeit. „Unsere Chefin war sicher, dass es funktioniert und in kürzester Zeit haben wir den Laden eingerichtet“, erinnert sich Mitarbeiter Max Lubinsky. „Sie behielt Recht. In der Woche ist es natürlich ruhiger, aber am Wochenende kann man hier kaum treten“, erzählt Max aus Erfahrung. Eiskarten suchen die Gäste hier auf den Tischen vergeblich. „Unser Konzept sagt: Bau dir deinen Eisbecher selbst zusammen“, erklärt die Chefin. Eine große Karte hilft den Kunden bei der Auswahl. Jetzt im Winter gibt es sieben Basissorten, wie Schoko, Vanille und Zitrone, und zwei bis drei Kreationen, beispielsweise Weiße Schokolade mit Mandarine. Im Sommer werden die Sorten dann schon kreativer. Mitarbeiter Max, von Chefin Annette auch Entertainer genannt, verrät schon mal Zutaten wie Gurke und Bier.

Lehrling für Speiseeisherstellung gesucht

In diesem Jahr feiert Nepple zehnjähriges Jubiläum in Dresden und deswegen werde es Zeit für Neues, sagt die Chefin. Die Vergrößerung soll mittels Franchising funktionieren. Das bedeutet, Nepple stellt das Unternehmenskonzept zur Verfügung und Geschäftspartner setzen dieses auf selbstständiger Basis an einem anderen Ort um. Am bisher einzigen Dresdner Standort soll das Jubiläum voraussichtlich am 5. und 6. Mai groß gefeiert werden. Chefin Annette und Mitarbeiterin Anne haben ein kleines Straßenfest im Sinn, welches auch andere ansässige Händler einbinden soll. Für den Herbst sucht das Unternehmen außerdem einen Lehrling für die Speiseeisherstellung. „Damit werden wir wohl die ersten in Sachsen sein“, mutmaßt Annette. Doch nun heißt es auf der Grünen Woche erst einmal eintauchen, wälzen und schmecken lassen, im besten Fall 4000 Mal.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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