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Lokales Pieschen und Neustadt fordern eigenes Kombibad
Dresden Lokales Pieschen und Neustadt fordern eigenes Kombibad
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13:05 14.03.2019
Für das Sachsenbad wird derzeit in Investor gesucht. Der könnte durch einen Bäderneubau in Pieschen abgeschreckt werden. Quelle: Franziska Schmieder
Dresden

Die Stadtbezirksbeiräte Pieschen und Neustadt fordern ein eigenes Kombibad. Damit stellen sich die Kommunalpolitiker der beiden Stadtbezirke gegen das derzeit diskutierte Bäderkonzept, das eine Versorgung beider Stadtteile durch den Ersatzneubau eines Kombibades in Klotzsche vorsieht. „Der massive Mangel an Schwimmflächen in Pieschen und der Neustadt kann nicht am Nordrand von Klotzsche behoben werden“, begründet der SPD-Stadtbezirksbeirat Stefan Engel, dessen Änderungsvorschläge am Bäderkonzept in der Pieschener Versammlung die Mehrheit gefunden haben. Zuvor hatte das Neustädter Gremium das Bäderkonzept mit der Forderung abgelehnt, Flächen für einen Bäderstandort auch in Pieschen und Neustadt zu suchen.

„Kein anderer Stadtbereich ist derart unterversorgt“, begründet der Pieschener SPD-Chef Engel. „Derzeit verfügen die mehr als 100 000 Bewohner der beiden Stadtbezirke mit dem Nordbad gerade mal über ein sehr kleines Hallenbad und kein einziges Freibad.“ Das soll das Kombibad, also eine Kombination aus Hallen- und Freibad, ändern. Im Integrierten Stadtkonzept fand der Vorschlag, ein solches Kombibad auf einer der Deutschen Bahn gehörenden Fläche an der Harkortstraße auf Pieschener Flur zu bauen, Widerhall. Das Bäderkonzept erteilt solchen Überlegungen jedoch eine Absage. Dabei spielen nicht allein die Kosten für den Neubau eine Rolle.

Denn derzeit sucht die Stadt einen neuen Eigentümer für das Sachsenbad, das nach seiner Sanierung als Gesundheitsbad betrieben werden soll. Man sei mit drei Interessenten im Gespräch, hieß es zuletzt von der Stadt. Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (Pirat/Linke) gehört deshalb zu den Kritikern des Standortes Harkortstraße. Wenn wenige Hundert Meter vom denkmalgeschützten Sachsenbad ein neues Hallenbad entsteht, ließe sich dieses wohl kaum vermarkten, gab er schon vor Monaten zu bedenken. Engel schlägt vor, dieses Problem durch eine konzeptionelle Ausgestaltung zu lösen. „Ein neues Kombibad im Bereich Pieschen/Neustadt mit einer eher sportlichen Orientierung könnte sich mit einem Gesundheitsbad Sachsenbad gut ergänzen“, findet er.

Der Kommunalpolitiker versteift sich im Übrigen auch gar nicht auf den Standort Harkortstraße, auch wenn „im Maßnahmenkatalog der Sportentwicklungsplanung im Bereich Harkortstraße ohnehin Flächenpotenziale für eine Sportstätte gesehen“ werden, wie es im Änderungsantrag heißt. Unproblematisch ist das perspektivisch auch für eine Gewerbeentwicklung vorgesehene Areal nicht, weil es noch der Deutschen Bahn gehört und vor einem Badbau eine langwierige Planung nötig erfordern würde, wie die Stadt versichert hat. „Den besten Standort für ein kombiniertes Hallen- und Freibad sollten die Bäder GmbH und die Stadtverwaltung jetzt zügig prüfen“, sagt Engel daher.

Dass es dringenden Bedarf gibt, daran lässt der Kommunalpolitiker keinen Zweifel. „Die in Pieschen und Neustadt fehlende Wasserfläche überschreitet die Größe eines durchschnittlichen Dresdner Hallenbades sehr deutlich.“ Bei den Freibädern betrage das rechnerische Defizit zwei Anlageneinheiten (800 Quadratmeter) bei den Hallenflächen seien es gar drei Anlageneinheiten (750 Quadratmeter).

Von Uwe Hofmann

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