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Lokales Physiker für einen Tag - TU Dresden lässt Schüler nach Higgs-Teilchen suchen
Dresden Lokales Physiker für einen Tag - TU Dresden lässt Schüler nach Higgs-Teilchen suchen
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21:25 09.09.2015
Quelle: Franziska Viebach
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Um Schülern einen Einblick in die Arbeit als Teilchenphysiker zu vermitteln, lädt das Institut für Kern- und Teilchenphysik (IKTP) jedes Jahr Jugendliche zu "International Masterclasses" ein.

Am Montag waren über 80 Schüler aus Sachsen und Thüringen angereist, um durch Vorträge und Workshops einen Einblicke in die aktuelle Forschung zu erhalten. Die Veranstaltung in Dresden ist nicht die einzige dieser Art. In den kommenden vier Wochen finden international Masterclasses an über 200 Forschungseinrichtungen in 40 Ländern statt. Über 10.000 Teilnehmer werden erwartet. Die Idee für das Projekt hatte vor zehn Jahren der Leiter des IKTP Prof. Dr. Michael Kobel. Seitdem ist es stetig gewachsen. Die Projektorganisation findet in Dresden statt. Die Schüler, die an der Masterclass in Dresden teilnehmen, sind motiviert. Viele haben sich selbst für die Veranstaltung angemeldet oder sind von engagierten Physiklehrern darauf hingewiesen wurden. Der Gymnasiast Anton Sack möchte Physik studieren oder Maschinenbau: "Teilchenphysik ist keine leichte Kost. Aber das Programm hier ist gut."Nach einführenden Vorträgen von Wissenschaftlern gehen die Jugendlichen in den PC-Pool. An den Rechnern arbeiten die Schüler mit Messdaten, die am weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC, am Forschungszentrum CERN aufgezeichnet wurden.

Unter Anleitung von Doktoranden und Dozenten vermessen sie Teilchenspuren und können in den Daten zum Beispiel das Higgs-Teilchen finden, das vor zwei Jahren am CERN nachgewiesen wurde. "Wir gehen mit der Forschung und machen mit den Jugendlichen das, was die Wissenschaftler am CERN im Jahr zuvor gemacht haben. Das ist der große Unterschied zu dem, was sonst im Physikunterricht vermittelt wird“, sagt Prof. Dr. Michael Kobel.Zum Abschluss des Projekttags wird eine Videokonferenz mit Masterclass-Teilnehmern in anderen Ländern abgehalten. Die Dresdner tauschten sich am Montag mit Schülern aus Polen und Spanien sowie Wissenschaftlern am CERN aus.

"Auch die Videokonferenz spiegelt die Arbeitsweise der Physiker wider. Die Schüler sehen, dass man als Forscher international arbeitet." erläutert Kobel. Am Ende des Tages sind nicht alle Antworten gefunden. Meist gehen die Schüler mit mehr Fragen nach Hause, als sie gekommen sind. Genau das ist aber auch ein Anliegen der Veranstalter: Interesse und Neugier wecken, Schüler für Naturwissenschaft begeistern und so Nachwuchswissenschaftler finden, die eines Tages die ungeklärten Probleme der Physik lösen können.

Franziska Viebach

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