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Philipp Leisner aus Dresden gewinnt die 360° Youtube Challenge

Ein kurzer Film über Flucht Philipp Leisner aus Dresden gewinnt die 360° Youtube Challenge

Mit einem exakt 300 Worte fassenden Skript hat der Dresdner Philipp Leisner die „#NichtEgal – Die 360° YouTube Challenge“ gewonnen. Seine Idee wird nun verfilmt.

Philipp Leisner

Quelle: Sarah Kastner

Dresden. 45 Minuten Arbeit investierte Philipp Leisner und heraus kam „das Beste, was mir in diesem Jahr passiert ist.“ Der Dresdner, der derzeit in Frankfurt/ Main ein Referendariat am dortigen Strafgericht absolviert, fuhr Ende September zum „YouTube Summit for Social Change“ nach London. Dort traf der Hobbyfilmer auf Größen wie Tyler Oakley, dessen Kanal auf der Videoplattform mehr als acht Millionen Abonnenten verzeichnet, oder den Regisseur Spike Lee.

Leisners eigener Youtube-Channel hat 161 regelmäßige Zuschauer, die meisten aus der Familie und dem Freundeskreis. Dass der 25-Jährige - ein Niemand gemessen an der Abonnentenzahl - nach London reisen durfte, verdankt er „#NichtEgal – Die 360° YouTube Challenge“. Diesen Wettbewerb hat Leisner mit einem exakt 300 Worte fassenden Skript gewonnen – seine Idee wird nun verfilmt. #NichtEgal ist eine komplett von YouTube bzw. Google finanzierte, von der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Initiative Digitalen Helden sowie der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) unterstützte Kampagne gegen Hass, Diskriminierung und Hetze.

Das Skript des Dresdners - mehr Spot als Kurzfilm - thematisiert Fluchterfahrungen in Dresden während des Zweiten Weltkriegs, an der innerdeutschen Grenze und im Hier und Jetzt. Das Thema birgt Konfliktpotential, doch das ist der Aufmerksamkeit zuträglich und so gewollt. Leisners Idee wird nun im 360°-Grad-Modus verfilmt. Der Zuschauer hat dabei das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein und kann selbst mit der Maustaste in den Filmfluss eingreifen. „360°-Grad ist besonders gut geeignet, um bei den Leuten Empathie zu wecken“, meint der angehende Jurist, der es sich wohl überlegt hat, in Zeiten von Hasskommentaren und anderen Auswüchsen der vermeintlichen Anonymität im Netz unter seinem echten Namen eindeutig Position zu beziehen. „Ich finde es gut, mich mit so einer Idee für Flüchtlinge einzusetzen“, sagt er.

Viel mehr als der Ideengeber ist der 25-Jährige aber im weiteren Verlauf der Geschichte seines Films nicht. Die Verantwortlichen haben seinen Entwurf doch beträchtlich umgeändert und in Berlin und Kassel mit einem bekannten Hauptdarsteller und einer erfolgreichen deutschen Sängerin im Cast gedreht – wir wollen nicht zu viel verraten, denn online gehen wird das Video erst Ende Januar. Bis dahin muss sich auch Philipp Leisner, der aus Zeitgründen beim Dreh nicht dabei sein konnte, mit einem Urteil über „seinen“ Film, der doch nicht mehr so ganz seiner ist, gedulden.

www.nichtegal.withyoutube.com

Von Franziska Schmieder

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