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Pfandringe in der Neustadt machen Flaschensammeln leicht

Pilotprojekt Pfandringe in der Neustadt machen Flaschensammeln leicht

Gute Nachricht für Pfandsammler in der Dresdner Neustadt. An zehn ausgewählten Papierkörben hat die Stadt sogenannte Pfandringe angebracht, die verhindern sollen, dass Pfandflaschen sinnlos weggeworfen werden.

Die neuen Pfandringe in der Dresdner Neustadt.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Gute Nachricht für Pfandsammler in der Dresdner Neustadt. An zehn ausgewählten Papierkörben hat die Stadt sogenannte Pfandringe angebracht, die auf der einen Seite verhindern sollen, dass Pfandflaschen sinnlos weggeworfen werden und auf der anderen Seite das Leben für Pfandsammler erleichtern sollen. „Wir hoffen, dass so das Rumwühlen in Mülleimern reduziert wird und weniger Scherben entstehen“, sagte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen bei der Einweihung der Pfandringe am Mittwoch.

Insgesamt installierte das Abfallamt zehn Pfandringe an hochfrequentierten Plätzen im Gebiet der Alaunstraße, Luisenstraße, Görlitzer Straße und Bischofsplatz. „Da es allein in der Neustadt über zehn verschiedene Mülleimer gibt, mussten wir auch verschiedene Pfandringe anbringen“, erklärte Dagmar Kuklinski, Abteilungsleiterin für Stadtreinigung. Im Moment sind die Modelle „Ufo“ mit insgesamt acht Plätzen für Pfandflaschen bis zu einem Liter Inhalt und „Banane“ mit fünf Plätzen im Einsatz.

Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses vom vergangenen Jahr. Man wolle damit den Wünschen der Bürger für eine saubere Neustadt nachkommen und nachhaltig das Projekt „Alles Müll oder was“ stärken, ergänzte Ortsamtsleiter André Barth. Zudem führe man gerade Gespräche mit den Betreibern der Spätshops, die sehr bald auch pfandfreie Flaschen zurücknehmen sollen.

Insgesamt investierte die Stadt rund 2200 Euro in die Pfandringe. Bis zum Oktober wird getestet, ob das Projekt sinnvoll ist. Unter anderem werde überprüft, ob es wirklich zu einem Rückgang der Scherben oder zu etwaiger Beeinträchtigung bei der Müllentleerung kommen werde, erklärte Kuklinski. Entleert werden die Pfandringe von der Stadt übrigens nicht, hier setzt man einzig und allein auf die Anziehungskraft für Pfandsammler, die künftig nicht mehr im Müll wühlen müssen.

Laut Kuklinski habe man im Vorfeld auch Kontakt mit Städten wie Leipzig oder Köln aufgenommen, die ebenfalls schon solche Pilotprojekte betrieben haben – mit mäßigem Erfolg. „Dort ist es leider bislang bei den Piloten geblieben. Wir sind aber optimistisch, denn die Neustadt ist ein besonderes Viertel mit anderen Regeln“, so die Abteilungsleiterin für Stadtreinigung. Alle Mülleimer in der Neustadt mit Pfandringen auszustatten, würde rund 20.000 Euro kosten.

Von Sebastian Burkhardt

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