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Pelz Ermittler auf Streife in der Dresdner Innenstadt

„Sag Nein zu Pelz“ Pelz Ermittler auf Streife in der Dresdner Innenstadt

Trotz eisigen Temperaturen ging die Berliner Pelz Polizei am Dienstagvormittag in der Dresdner Innenstadt auf Streife. Auf dem Neumarkt suchten die Tierschützer das Gespräch mit (Kunst-)Pelzträgern – um aufzuklären, wie Verbraucher von der Industrie getäuscht werden.

Die Pelz Ermittler klären Passanten in der Dresdner Innenstadt über die Unterschiede zwischen Echtpelz und Pelzimitat auf.

Quelle: Justine Büschel

Dresden. Ein junges Paar läuft an der Frauenkirche vorbei, als sie ein Mann in einer blauen Jacke anspricht. „Wisst ihr eigentlich, ob das an euren Kapuzen echtes Fell oder Kunstfell ist“, fragt er. Beide schütteln ratlos den Kopf. „Ich nehme mal an, dass es sich um Kunstfell handelt“, antwortet die junge Frau schließlich. Die Ermittler der Pelz Polizei haben ihren ersten Fall auf dem Neumarkt aufgeklärt.

Auch wenn der Name etwas in die Irre führt: Die Pelz Polizei hat es sich nicht wirklich zur Aufgabe gemacht, Pelzträger zu bestrafen. „Wir möchten im Gespräch herausfinden inwieweit ein Bewusstsein über das Tragen von Pelz vorhanden ist“, erklärt Michael Seitz vom Deutschen Tierschutzbüro in Berlin, der am Dienstag in Dresden auf „Pelz-Streife" ging.

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Grundsätzlich lehnt der Großteil der Verbraucher das Tragen von Echtpelz ab. Viele Käufer wissen jedoch nicht, woran man echten Pelz vom Imitat unterscheiden kann. Die Ermittler der Pelz Polizei haben sich in der Dresdner Innenstadt auf Streife begeben und für Aufklärung gesorgt.

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Die abgezogene Tierhaut hat besonders als modisches Accessoire in die Geschäfte zurückgefunden. Die Innenstädte sind diesen Winter voll mit Fellkragen und puscheligen Bommelmützen. Obwohl das Tragen von Pelz zu großen Teilen auf gesellschaftlichen Widerstand trifft, ist es für Verbraucher nicht immer einfach, echt von unecht zu unterscheiden. „Während man vor einigen Jahren noch über den enormen Preisunterschied argumentieren konnte, ist ein niedriger Preis heutzutage kein Indiz mehr dafür, dass es sich bei der Mütze zum Schnäppchenpreis tatsächlich um Fellimitat handelt“, sagt Seitz. Grund sei die billige Produktion von Pelzen in China oder Finnland, die der Massentierhaltung unter grausamsten Bedingungen geschuldet sei. Das Problem sei zum einen die falsche Kennzeichnung, zum anderen aber auch die fehlende Ahndung, so der Tierschützer. Der Verbraucher tastet daher nahezu im Dunkeln - ein Grund mehr für die Pelz Polizei um weiterhin auf Streife zu gehen.

Von Justine Büschel

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