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Lokales Pegida und Nope: Polizei sieht wenig Gewaltpotential in Dresden
Dresden Lokales Pegida und Nope: Polizei sieht wenig Gewaltpotential in Dresden
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17:11 04.11.2016
So nah wie am vergangenen Montag kamen sich Pegida und Nope selten. Bis auf Beleidigungen blieb es aber friedlich.  Quelle: Symbolbild (Archiv)
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Dresden

„Spaziergänger“ von Pegida und Anhänger der Gegendemo Nope kamen sich am vergangenen Montag so nah wie selten. Als der Protestzug von Pegida mit rund 2000 Teilnehmern vom Dr.-Külz-Ring auf die Seestraße abbog, näherten diese sich den etwa 150 Mitgliedern von Nope bis auf ein bis zwei Meter. Dazwischen reihten sich Polizisten auf, um die Lager zu trennen. Zwar gab es Beschimpfungen und erhobene Mittelfinger, doch sonst verlief die Begegnung ohne Gewalt oder fliegende Gegenstände.

Polizei und Ordnungsamt sehen sich daher in ihrer Einsatztaktik bestätigt. „Wir halten diese Taktik für die Konstellation am Montag für passend“, so Polizeisprecher Thomas Geithner. Meistens fordern die Gegner von Pegida eine Demonstration in sogenannter Hör- und Sichtweite. Doch in Vergangenheit wurden beide Lager oftmals mit deutlichem Abstand voneinander getrennt und die Polizei setzte ihre Einsatzwagen als Abgrenzung ein.

Pegida und die Gegendemonstration am 31.10.2016

Laut Stadtsprecher Kai Schulz habe die Versammlungsbehörde mit speziellem Blick auf das Demonstrationsgeschehen am 31. Oktober, als beide Lager ebenfalls dicht beieinander agierten, positive Erfahrungen gemacht: „Die Umsetzungen der Polizei sind sowohl den Versammlungsinteressen als auch der Öffentlichen Sicherheit gerecht geworden.“ Man versuche generell, in Hör- und Sichtweite gewünschte Gegendemonstrationen zu ermöglichen. „Die konkrete Ausgestaltung dieser Hör- und Sichtweite obliegt dann der Polizei“, sagt Schulz.

Laut Polizei gebe es aber keine Blaupause für die Einsätze, sondern man müsse jeden Fall einzeln bewerten. So spielen unter anderem Anzahl der Demonstrationen, Ort und Teilnehmer eine Rolle. Für den Montag habe man sich bewusst gegen den Einsatz von Polizeifahrzeugen als Trennmittel zwischen Pegida und „Nope“ entschieden. Generell sehe die Polizei kein großes Gewaltpotential bei Pegida und ihren Gegnern. „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen im Zusammenhang mit diesen Demonstrationen unterstellen wir grundsätzlich einen friedlichen Verlauf", so Geithner.

Sebastian Burkhardt

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