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Pegida bejubelt auf dem Neumarkt AfD-Wahlergebnis

Dresden Pegida bejubelt auf dem Neumarkt AfD-Wahlergebnis

Die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes haben am Montagabend auf dem Dresdner Neumarkt den Ausgang der Bundestagswahl ausgewertet. Fazit: „Merkel ist immer noch da!“

Der Neumarkt war am Montagabend nur sehr locker gefüllt

Quelle: DNN

Dresden. Pegida hat im selbst ausgerufenen „Jahr der Entscheidung“ – eine auf die Bundestagswahl gemünzte Zuspitzung – seine Ziele nicht erreicht. Das musste Versammlungsleiter Wolfgang Taufkirch bei der Demo am Montagabend auf dem Neumarkt mit dem schlichten Satz konstatierten: „Merkel ist immer noch da!“ Frontmann Lutz Bachmann beklagte sich zudem über den seit Monaten vergeblich angestrebten Schulterschluss mit der AfD. „Wenigstens einer aus dem Vorstand hätte heute hier sein müssen, um Danke zu sagen“, murrte er mit Blick auf die Parteigranden. Immerhin ließ sich Egbert Ermer, Beisitzer im Pirnaer AfD-Vorstand, erweichen und sagte „Danke“. Pegida sei nicht unerheblich daran beteiligt gewesen, dass es der AfD in Sachsen gelungen sei, stärkste Kraft zu werden, sagte das Vorstandsmitglied des AfD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Er versprach den zahlreichen Zuhörern: "Wir werden in Berlin diesem Pack, diesem rot-gelb-grün-versifften Pack, diesen Volksverrätern, auf die Finger schauen."

Pegida samt Gegendemo am Abend nach der Bundestagswahl

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Zugleich griff er AfD-Chefin Frauke Petry scharf an, die in seinem Wahlkreis ihr Direktmandat für den Bundestag geholt hatte - am Montag dann aber mitteilte, der AfD-Fraktion im Bundestag nicht beitreten zu wollen. Wenn "einige mit dem Namen P." dächten, "sie müssten jetzt ihr eigenes Süppchen kochen, können wir nur sagen, Reisende halten wir nicht auf". Er prophezeite der Parteivorsitzenden, in der "politischen Versenkung" zu verschwinden. Zugleich freue er sich, den wegen seiner völkischen Äußerungen umstrittenen Dresdner Richter und erklärten Petry-Gegner Jens Maier "als neuen Spitzenkandidaten der sächsischen AfD begrüßen zu dürfen", sagte Ermer.

Der Fokus liege nun auf der Landtagswahl im Februar 2019, sagte Bachmann. „Da wollen wir mal sehen, ob wir da nicht einen Ministerpräsidenten hinstellen.“ Wer „wir“ ist, ließ Bachmann auch am Montag offen.

Anschließend sprach der Publizist Michael Stürzenberger. Nach seiner Aussage hat er wegen einer Rede am 29. August 2016 bei einer Pegidaversammlung eine Anklage der Dresdner Staatsanwaltschaft erhalten. Gegenstand der Anklage: Er habe die Religion des Islam mit der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ gleichgesetzt. Stürzenberger wurde erst im August wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt – ausgesetzt auf dreieinhalb Jahre Bewährungszeit.

Von uh (mit dpa)

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