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Pegida-Rowdy verletzte russischen Kameramann und erntet Strafe

Geldstrafe wegen Körperverletzung Pegida-Rowdy verletzte russischen Kameramann und erntet Strafe

Andreas D. kommt aus einem kleinen Ort in Südbrandenburg, reist aber viel umher. Am Mittwoch saß er wegen Körperverletzung vor dem Dresdner Amtsgericht. Am 23. November 2015 war er mit Kumpels nach Dresden gekommen, um Pegida zu sehen. Dort schlug er einen russischen Kameramann derart, dass dieser ins Krankenhaus musste.

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Andreas D. wurde zu 90 Tagessätzen à 55 Euro verurteilt.

Quelle: dpa

Dresden. Andreas D. kommt aus einem kleinen Ort in Südbrandenburg, reist aber viel umher. Er ist Fan von Dynamo Dresden. Und wo die Schwarz-Gelben spielen, ist auch er nicht weit. Allerdings benimmt er sich oft daneben. Das brachte ihm bundesweit einige Verurteilungen ein. Es waren keine großen Straftaten, aber immer wieder Scharmützel mit anderen Fans oder der Polizei. Am Mittwoch saß er wegen Körperverletzung vor dem Dresdner Amtsgericht.

Am 23. November 2015 war er mit Kumpels nach Dresden gekommen, nicht zu einem Fußballspiel, sondern um sich Pegida anzusehen. Auch Dimitri W. war an jenem Tag in Dresden. Der Kameramann drehte im Auftrag des Russischen Fernsehens eine Reportage und nahm auch den Abendspaziergang von Pegida auf. „Ich stand mit der Kamera auf der Straße, die Leute liefen an mir vorbei und plötzlich war es dunkel“ , erinnerte sich der Kameramann im Gericht. „Ich dachte zuerst, ich habe ein technisches Problem, dann merkte ich aber, man hatte mir aufs Auge geschlagen.“ Der 43-Jährige erlitt eine Fraktur des Augenhöhlenbogens, musste operiert werden und lag eine Woche in der Klinik.

Der Angeklagte hatte den Kameramann einen Faustschlag verpasst, unbeabsichtigt, wie er sagte. „Ich war ziemlich angetrunken und wollte nicht nicht ins Fernsehen kommen. Ich habe nicht gemerkt, dass es ein ausländischer Kameramann war“, sagte der 30-Jährige. „Ich wollte die Kamera wegmachen und habe ihn dabei wohl ins Gesicht gestoßen.“

Andreas D. wurde zu 90 Tagessätzen à 55 Euro verurteilt. Zu Pegida geht er nicht mehr. „Ich war damals das erste und letzte Mal dort.“

Von ml

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