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Pegida-Abspalter mit wenig Resonanz: Weniger als 700 Teilnehmer bei erster Kundgebung

Pegida-Abspalter mit wenig Resonanz: Weniger als 700 Teilnehmer bei erster Kundgebung

Die sechs Abspalter von Pegida sind bei ihrer ersten Kundgebung nur auf wenig Resonanz gestoßen. Die sogenannte „Direkte Demokratie für Europa“ konnte am Sonntagnachmittag nach ersten Schätzungen 600 bis 700 Zuhörer auf den Dresdner Neumarkt locken.

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Quelle: Stephan Lohse

Die Polizei sprach von 500 Teilnehmern. Der Großteil des Pegida-Publikums blieb fern. 588 Polizisten überwachten die ruhige Veranstaltung.  

Kathrin Oertel und fünf weitere Mitglieder des bisherigen Pegida-Organisationsteams hatten sich nach der letzten Kundgebung am 25. Januar von dem islamkritischen Bündnis getrennt. Oertel dementierte am Sonntag noch einmal die Darstellung von Pegida, man sei aufgrund von äußerem Druck oder beruflicher Nachteile gegangen. Grund sei ausschließlich der Kurs von Pegida gewesen. Konkret nannte Mitorganisator René Jahn den Schulterschluss von Pegida mit dem Leipziger Ableger Legida sowie die Personalie Lutz Bachmann.  

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Kundgebung von "Direkte Demokratie für Europa" in Dresden

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Die Ziele der „Direkten Demokratie für Europa“ seien die gleichen wie bei Pegida, der Weg sei es aber nicht, so Oertel. So kritisierte sie, dass Pegida Rechtsextremen eine Plattform gegeben habe. Man wolle jetzt auf jegliche Unterstützung von Seiten der NPD verzichten. Auch sonst gaben sich Oertel und Jahn weniger krawallig als noch auf der Pegida-Bühne. So betonte Oertel, dass die neue Gruppierung auf Hetze vom Rednerpult verzichten wolle. Auch wütende Zwischenrufe solle das Publikum künftig unterlassen. Sie sei auch von jenen enttäuscht, die auf Pegida-Demos laut „Lügenpresse“ skandierten, sagte Oertel. Nach ihrer Darstellung will die neue Initiative ein „Sprachrohr des Volkes“ sein und Gesprächsrunden für Bürger organisieren.

Inhaltlich blieben die Abspalter so vage wie bisher. Neu im Forderungskatalog ist die Ablehnung des Freihandelsabkommens TTIP. Ansonsten wird nur der Fokus verschoben, weg von Zuwanderungskritik, hin zu Politikerschelte und der Forderung nach Volksentscheiden auf Bundesebene. Von Islamisierung ist keine Rede mehr, die gebe es in Dresden auch gar nicht, so die Organisatoren. 

Die Menge reagierte vergleichsweise verhalten. Unter den Zuhörern fanden sich vor allem ältere Menschen, die bei Pegida allgegenwärtigen Hooligans und Rechtsextremen blieben weitgehend fern. Von den gezählten sieben Schildern im Publikum richtete sich nur eines gegen den Islam und Zuwanderung.  

Wie es mit der „Direkten Demokratie für Europa“ weitergehen soll, blieb zunächst unklar. Jahn und Oertel riefen die Teilnehmer auf, in runden Tischen ihre Themen an die Organisatoren heranzutragen. Wann die neue Gruppierung wieder auf die Straße gehen will, steht noch nicht fest. In der kommenden Woche werde man pausieren, danach sollen die eigenen Anhänger festlegen, an welchem Tag demonstriert werden soll. Nur der Montag ist tabu - der solle „Pegida-Tag“ bleiben, hieß es.

Stephan Lohse (mit Material von dpa)

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